Kein anderes Land auf der Welt schafft es so mühelos, Moderne und Tradition auf engstem Raum zu vereinen. Singapur ist sauber, sicher, kulinarisch unschlagbar und immer für eine Überraschung gut. Wer zum ersten Mal landet, ist zunächst überrascht: Alles funktioniert hier wie ein Uhrwerk.
Der Changi Airport ist mehr als nur ein Flughafen. Er ist ein Erlebnis für sich. Mit Gärten, Wasserfällen und dem Jewel, einem gläsernen Dome mit dem höchsten Indoor-Wasserfall der Welt, fängt Singapur schon vor dem Stadteingang an, Eindruck zu machen.
Die Marina Bay bildet das Herzstück der modernen Stadtsilhouette. Das Marina Bay Sands mit seinem ikonischen Dachpool thront über allem, während die Gardens by the Bay mit ihren Supertrees bei Einbruch der Dunkelheit in einem Lichterspektakel aufleuchten, das seinesgleichen sucht.
Wer Singapur wirklich verstehen will, geht in die Hawker-Centres. Diese staatlich subventionierten Straßenküchen sind das Herzstück der Gesellschaft. Beim Maxwell Food Centre gibt es die wohl berühmteste Hainanese Chicken Rice der Stadt, zubereitet von einem Meister seines Fachs seit über 30 Jahren.
Little India, Chinatown und Kampong Glam zeigen, wie aus vier Kulturen und Religionen eine funktionierende, stolze Nation wurde. Reisezeit: Ganzjährig möglich. Die besten Monate sind Februar und März, wenn die Regenwahrscheinlichkeit am geringsten ist.
Top 3 Empfehlungen
Hotels
Raffles Singapore
1 Beach Road, Singapur 189673
Das legendäre Kolonialhotel mit dem berühmten Long Bar, Heimat des Singapore Sling.
Marina Bay Sands
10 Bayfront Avenue, Singapur 018956
Ikonischer Infinity-Pool auf dem Dach, 57 Stockwerke über der Stadt.
The Fullerton Bay Hotel
80 Collyer Quay, Singapur 049326
Boutique-Luxus direkt am Wasser mit Blick auf die Marina Bay.
Restaurants
Burnt Ends
7 Dempsey Road, Singapur 249671
Australischer Barbecue-Tempel, einer der heißesten Tische der Stadt.
Maxwell Food Centre
1 Maxwell Road, Singapur 069184
Hainanese Chicken Rice bei Tian Tian, ein Pflichtbesuch.
Odette
1 Saint Andrew's Road, National Gallery, Singapur 178957
Drei Michelin-Sterne, französische Haute Cuisine im National Gallery-Komplex.
Money, MRT und die ungeschriebenen Regeln
Singapur ist eine der einfachsten Städte Asien für Erstbesucher. Die Metro (MRT) verbindet Flughafen, Zentrum und Wohnviertel, die Karten zahlt man per Kreditkarte am Drehkreuz. Ein Taxi ist günstig, Grab und Gojek funktionieren überall. Wer die Stadt zu Fuß erkundet, merkt schnell: Unterführungen und Überwege sind klimatisiert oder schattig, die Stadt ist für Hitze gebaut worden.
Zu den Regeln: Kaugummi einzuführen ist verboten, Müll auf die Straße zu werfen wird hart bestraft, und in der MRT gilt ein Verbot für Speisen. Das klingt streng, erklärt aber die Sauberkeit. Trinkgeld wird nicht erwartet und in manchen Restaurants mit einer Servicepauschale abgegolten.
Was man in drei Tagen schafft
Tag eins: Marina Bay mit Gardens by the Bay, abends die Lichtshow am Wasser. Tag zwei: Chinatown und Little India, abends ein Hawker Centre, zum Beispiel das Maxwell Road Centre, in dem die Stände für Hainan-Huhn und Reis berühmt sind. Tag drei: Sentosa oder das Quartier Kampong Glam mit der Sultan-Moschee und den Boutiquen in der Haji Lane.
Fazit
Singapur ist der bequemste Einstieg in Südostasien. Wer zum ersten Mal in die Region reist, startet hier und lernt die Region sortiert kennen.
Unterwegs mit Kindern und die Museen der Stadt
Singapur ist eine der einfachsten Städte Asiens für Familien. Die MRT ist klimatisiert und barrierefrei, die Gehwege sind breit, und die Hitze lässt sich durch Planung umgehen: Aktivitäten draußen vor elf Uhr morgens und nach fünf Uhr abends, dazwischen Malls, Museen und die Gärten. Der Zoo im Norden ist das klassische Ausflugsziel, und der Night-Safari-Park daneben öffnet abends die Gehege der nachtaktiven Tiere.
Die National Gallery im ehemaligen Rathaus zeigt südostasiatische Kunst und ist das beste Museum der Stadt. Wer zwei Stunden Regen hat, verbringt sie hier, und das Café im Untergeschoss gehört zu den ruhigsten Plätzen Singapurs.
Noch ein Hinweis zur Hitze: Die gepflasterten Bezirke wie Little India und Kampong Glam sind mittags heiß, und die beste Zeit für Fotos ist der frühe Morgen, wenn die Tempel öffnen und das Licht weich steht.
Regeln, die Reisende kennen sollten
Singapur ist sauber, und das ist Gesetz: Müll wegwerfen zieht Bußgelder nach sich, der Import von Kaugummi ist verboten, und in Bahnhof und Zug gilt ein Essverbot. Die Regeln werden ernst genommen, machen die Stadt aber auch angenehm. Wer mit dem MRT fährt, kauft eine aufladbare Karte am Automaten und zahlt pro Fahrt einen kleinen Aufpreis. Der Flughafen Changi ist selbst ein Ziel: Der Park Jewel mit dem Wasserfall steht vor der Zollabfertigung, und wer einen längeren Aufenthalt hat, legt den Stopp an den Anfang der Rückreise. Für den Tagesplan gilt, dass die Stadt klein ist: Vom Marina-Bay-Ufer zum Stadtzentrum sind es zwanzig Gehminuten, und die Brücke spart die Bahn.