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Kategorie 02

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Kategorie 03

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Kategorie 04

Business Class & Premium

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Singapore Airlines Business Class: Der Goldstandard
Business Class · Reportage Mai 2026

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Wer von Europa nach Asien fliegt und die Wahl hat, sollte Singapore Airlines in Betracht ziehen. Die Airline gilt seit Jahren als Referenz für Servicequalität, und die Business...

⏱ 13 Min. Lesezeit Von Travel Weekly Germany
Der perfekte Koffer für die Langstrecke
Koffer · Test Feb. 2026

Der perfekte Koffer für die Langstrecke

Ein guter Koffer ist keine Frage des Preises allein. Gewicht, Schlosssystem, Rollen und Material entscheiden darüber, ob eine 16-stündige Reise entspannt beginnt oder mit Ärger am...

⏱ 11 Min. Lesezeit Von Travel Weekly Germany
Koffer · Test

Der perfekte Koffer für die Langstrecke

🗓 20. Februar 2026
11 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Koffer

Ein guter Koffer ist keine Frage des Preises allein. Gewicht, Schlosssystem, Rollen und Material entscheiden darüber, ob eine 16-stündige Reise entspannt beginnt oder mit Ärger am Check-in endet. Wir haben uns vier Modelle angesehen, die auf Fernstrecken regelmäßig auftauchen.

Die Hartschale von Rimowa aus der Essential-Serie ist ein Klassiker und funktioniert. Das Gewicht ist mit 3,7 Kilo im 55-Zentimeter-Format moderat, die vier Rollen laufen auch auf unebenem Untergrund ruhig, und das TSA-Schloss ist Standard. Der Preis von rund 800 Euro schreckt ab, aber wer viel fliegt, wird den Koffer über Jahre nutzen.

Preiswerter und dennoch durchdacht ist der Samsonite Cosmolite 3.0. Er wiegt lediglich 1,7 Kilo, was auf Langstrecken ein spürbarer Unterschied ist. Die Hartschale aus Curv-Material ist extrem kratzfest, allerdings lässt sich der Koffer bei voller Auslastung etwas schwerer öffnen als die Konkurrenz.

Wer Weichgepäck bevorzugt, sollte den Tumi Alpha 3 in Betracht ziehen. Er ist robuster als die meisten Hartschalen, bietet Außenfächer für Laptop und Dokumente und ist flexibler, wenn es darum geht, den letzten Pullover noch unterzubekommen. 4,1 Kilo sind nicht leicht, aber die Verarbeitung rechtfertigt das.

Für Reisende mit kleinerem Budget empfiehlt sich der Horizn Studios H5 Cabin. Er kostet rund 280 Euro, wiegt 3,2 Kilo und kommt mit einem abnehmbaren Powerbank-Fach, das die TSA-Regularien erfüllt. Die Rollen sind etwas lauter als bei Rimowa oder Samsonite, aber für den Preis ist das verschmerzbar.

Fazit: Wer eine Fernreise plant, sollte vor allem auf Gewicht und Rollenqualität achten. Ein Koffer, der nach drei Stunden durch den Flughafen singt, ist auf einer dreiwöchigen Reise kein Vergnügen. Lieber 100 Euro mehr ausgeben und zehn Jahre Ruhe haben.

Technologie · Test

Ruhe auf Langstrecke: Noise-Cancelling-Headphones im Test

🗓 27. Februar 2026
10 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Wer 14 Stunden im Flugzeug sitzt, spürt schnell, wie das dauerhafte Triebwerksdröhnen an den Nerven zehrt. Erstklassige Noise-Cancelling-Kopfhörer entscheiden darüber, ob Sie völlig erschöpft oder entspannt am Ziel ankommen. Wir haben drei etablierte Reisebegleiter im Langstrecken-Einsatz getestet.

Obwohl Sony inzwischen die WH-1000XM6 auf den Markt gebracht hat, bleibt der Vorgänger WH-1000XM5 ein erstklassiger Tipp für Preisbewusste. Die aktive Geräuschunterdrückung dämpft tiefes Fluglärm-Brummen hervorragend ab. Mit rund 250 Gramm Gewicht drücken die Polster selbst nach Stunden nicht auf den Kopf. Die Akkulaufzeit von 30 Stunden übersteht mühelos auch lange Umsteigeverbindungen. Für aktuell etwa 280 bis 300 Euro erhalten Vielflieger bewährte Spitzenklasse zum fairen Preis.

Bose schickt mit den QuietComfort Ultra eine bärenstarke Konkurrenz ins Rennen. Beim Tragekomfort auf Nachtflügen liegen sie sogar knapp vor Sony, da der Kopfbügel den Druck besonders sanft verteilt. Die Geräuschunterdrückung arbeitet gewohnt souverän. Wer empfindliche Ohren hat oder Brille trägt, greift bevorzugt zu Bose. Der Preis liegt bei rund 380 Euro.

Für Nutzer im Apple-Ökosystem kommen die AirPods Max infrage. Die Geräuschunterdrückung sowie der Transparenzmodus arbeiten auf Höchstniveau, und die Gehäuseverarbeitung aus Aluminium überzeugt haptisch. Allerdings wiegen sie stramme 385 Gramm, was den Nacken auf Dauer belastet. Der Preis von rund 600 Euro ist hoch, und im Handgepäck nehmen sie wegen des starren Gehäuses recht viel Platz ein.

Ein wichtiger Praxistipp für die Flugreise: Nehmen Sie stets eine kompakte Powerbank mit 10.000 mAh mit in die Kabine. Die meisten Fluggesellschaften erlauben externe Akkus bis 100 Wh ausschließlich im Handgepäck. Im aufgegebenen Koffer sind sie streng verboten.

Fazit: Gute Noise-Cancelling-Kopfhörer sind auf Fernstrecken kein Luxus, sondern eine echte Investition in Ihr Wohlbefinden. Wer einmal mit effektiver Geräuschunterdrückung geflogen ist, reist nie wieder ohne.

Technologie · Test

Die besten Powerbanks 2026 für Vielflieger

🗓 6. März 2026
11 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Ein leeres Handy am Gate ist auf Fernreisen keine Option mehr. Die gute Nachricht: Powerbanks sind 2026 kompakter, schneller und leistungsfähiger als je zuvor. Wir haben die aktuellen Modelle verglichen, die auf Langstrecken wirklich etwas taugen, und dabei besonders auf Ladeleistung, Gewicht und die 100-Wh-Grenze für Handgepäck geachtet.

Die Anker Prime 27.650 mAh bleibt der Maßstab für alle, die auch einen Laptop unterwegs versorgen wollen. Mit bis zu 250 Watt Ladeleistung lädt sie ein MacBook Pro in unter einer Stunde signifikant auf, und das eingebaute Display zeigt Restladung und verbleibende Ladezeit in Echtzeit an. Mit rund 660 Gramm ist sie kein Leichtgewicht, aber für eine Powerbank dieser Kapazität bemerkenswert kompakt. Wichtig für Vielflieger: Mit etwa 99 Wattstunden liegt sie knapp unter dem international geltenden Limit von 100 Wh für Handgepäck.

Wer weniger Kapazität braucht, aber trotzdem schnell laden will, sollte die Anker Prime 20.000 mAh in Betracht ziehen. Sie bietet bis zu 200 Watt, reicht für zwei bis drei volle Smartphone-Ladungen oder eine Laptop-Ladung und wiegt rund 540 Gramm. Für die meisten Reisenden ist das der beste Kompromiss aus Kapazität und Packgewicht.

Im kompakten Segment hat sich die Baseus Blade 2 mit 12.000 mAh als echte Überraschung etabliert. Sie ist flach genug, um bequem in eine Laptoptasche zu passen, liefert bis zu 65 Watt und kostet deutlich weniger als vergleichbare Modelle von Anker. Die Verarbeitung ist solide, auch wenn das Display schlichter ausfällt.

Für Vielreisende, die nur ihr Smartphone unterwegs versorgen müssen, lohnt sich der Blick auf kompakte MagSafe-fähige Modelle wie die Baseus Picogo mit 5.000 mAh oder die Anker MagGo-Serie mit Qi2-Unterstützung. Beide lassen sich magnetisch ans iPhone anheften und passen in jede Jackentasche, sind aber naturgemäß nur für kleine Nachladungen zwischendurch gedacht, nicht für einen vollständig leeren Akku auf einem Langstreckenflug.

Wer lieber auf etablierte Marken setzt, findet mit dem Belkin BoostCharge Plus 10K ein zuverlässiges Mittelklassemodell für den kleinen Geldbeutel, während UGREEN mit seiner 145-Watt-Serie inzwischen zu den Marken zählt, die von Testern regelmäßig als bestes Preis-Leistungs-Verhältnis genannt werden.

Worauf beim Kauf achten

Die 100-Wh-Regel: Fluggesellschaften weltweit erlauben Powerbanks bis 100 Wattstunden im Handgepäck ohne Sondergenehmigung, zwischen 100 und 160 Wh braucht es meist eine Freigabe der Airline, und im aufgegebenen Gepäck sind Powerbanks grundsätzlich verboten. Vor der Buchung lohnt sich ein Blick auf die Wh-Angabe am Gerät, statt ausschließlich auf die mAh-Zahl zu achten.

Ladeleistung vor Kapazität: Eine Powerbank mit 20.000 mAh und 100 Watt lädt in der Praxis oft angenehmer als ein 30.000-mAh-Modell mit nur 20 Watt. Wer auch den Laptop laden will, sollte auf USB-C Power Delivery mit mindestens 65 Watt achten.

Gewicht im Verhältnis zur Reisedauer: Für Kurztrips reicht ein kompaktes 10.000-mAh-Modell völlig aus. Erst auf Reisen ohne tägliche Steckdosenzugang, etwa beim Trekking oder auf langen Zwischenstopps, rechtfertigt sich das Zusatzgewicht einer 20.000-mAh-Powerbank oder größer.

Fazit: Für die meisten Vielflieger ist eine Powerbank im Bereich 20.000 mAh mit mindestens 65 Watt Ladeleistung der beste Allrounder. Wer regelmäßig auch den Laptop unterwegs laden muss, kommt an einem High-Watt-Modell wie der Anker Prime kaum vorbei. Ein Blick auf die Wattstunden-Angabe vor dem Kauf erspart Ärger am Sicherheitscheck.

Technologie · Gadgets

Ruhe über den Wolken: Die besten Noise-Cancelling-Kopfhörer 2026

🗓 13. März 2026
10 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Die Triebwerke dröhnen, das Baby in Reihe 14 weint und der Nachbar schnarcht im Takt der Turbulenzen: Langstreckenflüge kosten Kraft. Wer im Flieger ungestört schlafen oder arbeiten möchte, setzt auf Over-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC). Moderne Modelle blenden nicht bloß monotone Tiefenfrequenzen aus, sie dämpfen auch plötzliche Lärmspitzen und passen sich an die Ohrform an.

Ein praxistauglicher Kopfhörer muss auf Zehn-Stunden-Flügen vor allem bequem sitzen. Weiche Ohrpolster aus Memory-Foam und eine leichte Bauweise verhindern Druckstellen an den Schläfen. Die aktuellen Top-Modelle halten bei eingeschaltetem ANC problemlos über 30 Stunden durch. Über USB-C geladen, reichen oft schon zehn Minuten am Kabel für mehrere Stunden Musikgenuss.

Praktisch im Alltag ist Bluetooth-Multipoint zur parallelen Kopplung von Laptop und Telefon. Über den Transparenzmodus lassen sich Mikrofone an der Außenseite aktivieren: So versteht man die Durchsagen der Crew oder bestellt Getränke, ohne das Headset abzusetzen.

Top 3 Empfehlungen

1. Sony WH-1000XM6: Adaptives ANC, überarbeiteter Prozessor, bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit bei aktiver Lärmreduzierung. (Preisklasse: Premium, ca. 420 €)

2. Apple AirPods Max 2: Nahtlose Anbindung an Apple-Geräte, präzises 3D-Audio, USB-C-Anschluss und reduzierte Masse. (Preisklasse: Luxus, ca. 620 €)

3. Bose QuietComfort Ultra: Sehr hoher Tragekomfort, CustomTune-Soundanpassung und zusammenklappbares Gehäuse. (Preisklasse: Premium, ca. 380 €)

Technologie · Gadgets

Grenzenlos vernetzt: Die besten eSIM-Tarife für Weltreisende

🗓 20. März 2026
8 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Nach der Landung im Ausland entfällt die mühsame Suche nach einem lokalen Mobilfunkanbieter. Die eSIM hat sich als praxistauglicher Standard für Auslandsreisen durchgesetzt. Über den fest eingebauten Chip im Smartphone buchen Reisende passende Datenpakete für fast jedes Land bequem vor dem Abflug.

Die Buchung verläuft simpel: In der App des Anbieters das Reiseziel sowie das gewünschte Datenvolumen wählen, digital bezahlen und den QR-Code scannen. Direkt nach dem Aufsetzen bucht sich das Gerät ins örtliche Netz ein. Für Rundreisen bieten sich grenzüberschreitende Regionaltarife an, die mehrere Länder mit einem einzigen Tarif abdecken.

Entscheidend bei der Wahl des Anbieters sind Netzabdeckung, 5G-Geschwindigkeit und ein erreichbarer Support. Zuverlässige Anbieter nutzen die Netze der etablierten Mobilfunkbetreiber vor Ort.

Top 3 Empfehlungen

1. Airalo: Zuverlässiger Anbieter in über 200 Ländern mit flexiblen Regionalpaketen. (ab ca. 5 €)

2. Holafly: Unbegrenztes Datenvolumen für Vielnutzer und lange Arbeitsreisen. (ab ca. 19 €)

3. Nomad: Übersichtlich gestaltete App, flexible Tarife, besonders stark in Nordamerika und Asien. (ab ca. 6 €)

Technologie · Gadgets

Federleichte Produktivität: Die besten Reise-Laptops unter 1,5 kg

🗓 27. März 2026
9 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Mobiles Arbeiten gehört für viele Selbstständige und Angestellte zum Berufsalltag. Ein klobiges Notebook im Gepäck ist längst überflüssig: Moderne Reise-Laptops setzen auf sparsame Prozessoren sowie leichte Gehäuse aus Magnesium oder Kohlefaser. Dadurch bringen aktuelle Geräte deutlich weniger als 1,5 Kilogramm auf die Waage.

Ein verlässlicher Begleiter benötigt vor allem Ausdauer und ein gutes Display. In hell beleuchteten Warteräumen oder am Fensterplatz verhindern entspiegelte Paneele störende Reflexionen. Effiziente ARM- und x86-Prozessoren bringen es bei normalen Büroarbeiten auf 15 bis 20 Stunden Akkulaufzeit. Das reicht locker für Langstreckenflüge ohne Steckdosensuche.

Solide Gehäuse verzeihen auch raue Behandlung im Rucksack. Ergänzt durch biometrische Sensoren und auf Knopfdruck aktivierbare Blickschutzfilter bleiben vertrauliche Dokumente vor den Blicken des Sitznachbarn geschützt.

Top 3 Empfehlungen

1. Apple MacBook Air 13" (M4): Wiegt 1,24 kg, arbeitet lüfterlos und bietet bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit. (Preisklasse: Premium, ca. 1.300 €)

2. Lenovo ThinkPad X1 Carbon Gen 13 Aura Edition: Unter 1,1 kg leicht, hervorragende Tastatur und integriertes 5G-Modul. (Preisklasse: Luxus, ca. 2.100 €)

3. Asus Zenbook S 13 OLED: 1,0 kg leicht, rund 1 cm flach und mit kontraststarkem OLED-Bildschirm ausgestattet. (Preisklasse: Premium, ca. 1.400 €)

Technologie · Gadgets

Große Momente, kleines Format: Kompakte Reisekameras 2026

🗓 3. April 2026
8 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Smartphone-Kameras liefern brauchbare Schnappschüsse, geraten bei Dämmerung oder beim Heranzoomen jedoch rasch an Grenzen. Kompakte Reisekameras mit 1-Zoll- oder APS-C-Sensor vereinen hohe Bildqualität mit Gehäusemaßen, die bequem in der Jackentasche Platz finden.

Der Vorteil einer separaten Kamera liegt in der Optik: Lichtstarke Objektive erzeugen eine natürliche Unschärfe im Hintergrund und erfassen feine Details in den Schatten. Ein intelligenter Autofokus führt die Schärfe auf Augen oder Motive nach. Per Funkverbindung wandern die fertigen Aufnahmen direkt aufs Telefon.

Gehäuse mit Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser machen die Ausrüstung unempfindlich gegenüber Tropenregen oder aufgewirbeltem Sand am Strand.

Top 3 Empfehlungen

1. Sony Cyber-shot RX100 VII: Zoom von 24 bis 200 mm, flinker Autofokus und hosentaschentaugliche Form. (Preisklasse: Premium, ca. 1.150 €)

2. Fujifilm X100VI: APS-C-Sensor im klassischen Look mit bewährten Filmfarbprofilen. (Preisklasse: Luxus, ca. 1.800 €)

3. Canon PowerShot G7 X Mark III: Klappbares Touchscreen-Display, gute Farbwiedergabe und ideal für Videoaufnahmen. (Preisklasse: Mittelklasse, ca. 750 €)

Technologie · Gadgets

Smart Luggage: Wie intelligente Koffer das Reisen revolutionieren

🗓 10. April 2026
9 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Verlorenes Gepäck, Übergewichtsgebühren und leere Akkus am Gate: Viele dieser Stressfaktoren gehören mit durchdachter Koffertechnik der Vergangenheit an. Intelligente Rollkoffer kombinieren leichte Kunststoffe mit nützlicher Elektronik. Einbauwaagen, Ortungsmodule und moderne Schlösser erleichtern den Weg durch das Terminal.

Hilfreich ist die integrierte Digitalwaage im Tragegriff: Beim Anheben liest man das exakte Gewicht ab und vermeidet Hektik beim Check-in. Das Ortungssystem verrät auf dem Smartphone, ob das Gepäckstück im selben Flieger mitgereist ist. Eingebaute Akkus versorgen das Handy unterwegs mit Strom, lassen sich für die Sicherheitskontrolle aber einfach herausnehmen.

Top 3 Empfehlungen

1. Horizn Studios H5 Smart: Gehäuse aus Polycarbonat, entnehmbare Powerbank und leise Rollen. (ca. 450 €)

2. Samsonite Proxis Smart: Widerstandsfähiges Roxkin-Material, Ortungssensorik und TSA-Schloss. (ca. 580 €)

3. Travelmate Robotics: Autonomer Rollkoffer, der dem Besitzer auf freien Flächen selbstständig folgt. (ca. 1.200 €)

Technologie · Gadgets

Orientierung ohne Netz: Die besten Offline-Navigations-Apps für Abenteurer

🗓 17. April 2026
7 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

In den Altstadtgassen von Marrakesch, auf Pisten im australischen Outback oder in Nebelwäldern Costa Ricas bricht die Mobilfunkabdeckung oft ab. Wer abseits ausgetretener Pfade unterwegs ist, benötigt verlässliche Offline-Karten. Detaillierte Geländekarten, Wanderwege und Orientierungspunkte speichert man deshalb am besten vor der Abreise auf dem Gerät.

Heutige Smartphones nutzen GPS zusammen mit Galileo, GLONASS und BeiDou für eine genaue Standortbestimmung im Gelände. Spezialisierte Outdoor-Apps stellen Höhenlinien, Trinkwasserstellen und Hütten übersichtlich dar. Zuvor geplante GPX-Routen lassen sich ohne Netzverbindung direkt abrufen und nachverfolgen.

Top 3 Empfehlungen

1. Organic Maps: Quelloffen, werbefrei und sparsam beim Datenverbrauch, ideal zum Wandern. (Kostenlos)

2. komoot: Vielseitige Plattform mit Sprachführung für Radtouren und Bergwanderungen. (Welt-Paket ca. 30 €)

3. Google Maps Offline: Verlässliche Navigation auf Straßen und Suche nach Adressen ohne Internet. (Kostenlos)

Technologie · Gadgets

Digitaler Schutzschild: Warum ein VPN im Urlaub Pflicht ist

🗓 24. April 2026
8 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Das freie Hotel-WLAN nutzen, Online-Banking erledigen oder die gewohnte Serie abrufen: In öffentlichen Netzwerken drohen Sicherheitsrisiken. In ungeschützten WLAN-Hotspots lassen sich Datenströme und Passwörter vergleichsweise einfach mitlesen. Ein VPN leistet im Reisealltag wichtige Schutzarbeit.

Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel für den Datenverkehr auf, sodass Dritte keinen Einblick erhalten. Neben dem Schutz vor Abhören verbirgt der Dienst die eigene IP-Adresse. So klappt auch der Zugriff auf gewohnte Mediatheken aus dem Ausland ohne Ländersperren.

Top 3 Empfehlungen

1. NordVPN: Schnelle Verbindungen dank NordLynx-Protokoll und zuverlässiger Zugriff auf Heimmedien. (ca. 3-5 €/Monat)

2. ExpressVPN: Hoher Datenschutz und einfache Einrichtung auf Laptops, Smartphones sowie Hotel-TVs. (ca. 7-9 €/Monat)

3. Surfshark: Eine Lizenz schützt beliebig viele Geräte zeitgleich bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. (ca. 2-3 €/Monat)

Technologie · Gadgets

Sicheres WLAN überall: Warum ein Travel-Router ins Handgepäck gehört

🗓 8. Mai 2026
8 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Jedes Gerät einzeln im Hotel-WLAN registrieren, Zusatzkosten pro Smartphone zahlen oder Sperren bei E-Readern umgehen: Das sorgt im Urlaub schnell für Frust. Ein kompakter Reise-Router schafft Abhilfe, indem er ein eigenes, gesichertes WLAN-Netz für alle mitgebrachten Geräte bereitstellt.

Der Router verbindet sich stellvertretend mit dem Hotelnetzwerk. Dahinter surfen Laptops, Tablets und Handys geschützt in der privaten Funkzelle. Viele Geräte unterstützen die direkte VPN-Verschlüsselung auf Router-Ebene. Durch die Stromversorgung per USB-C passt die Hardware mühelos ins Handgepäck.

Top 3 Empfehlungen

1. GL.iNet GL-MT3000 (Beryl AX): Wi-Fi 6 Standard, hohe VPN-Geschwindigkeit und flexibles OpenWRT-System. (ca. 110 €)

2. TP-Link TL-WR902AC: Bewährte Hardware für das kleinere Budget mit verschiedenen Betriebsarten. (ca. 40 €)

3. GL.iNet GL-E750 (Mudi): Integrierter LTE-Steckplatz und eigener Akku für den mobilen Einsatz. (ca. 180 €)

Technologie · Gadgets

Stilvoll organisiert: Die besten Reisetaschen und Laptop-Rucksäcke 2026

🗓 15. Mai 2026
7 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Die wertvolle Ausrüstung begleitet Reisende meist auf dem Rücken: Laptop, Kamera, Ladekabel und Zubehör. Moderne Reiserucksäcke verbinden eine unaufdringliche Optik für die Stadt mit der Funktionalität von Outdoor-Gepäck. Gepolsterte Fächer schützen die Hardware vor Stößen unterwegs.

Ein durchdachter Rucksack verfügt über ein direkt zugängliches Laptopfach für die Sicherheitskontrolle, übersichtliche Taschen für Zubehör sowie ein verdecktes Fach am Rücken für Reisepass und Bargeld. Eine Trolley-Schlaufe hält den Rucksack auf dem Koffergriff, während ergonomische Gurte die Schultern entlasten.

Top 3 Empfehlungen

1. Peak Design Travel Backpack 30L: Modulares Innenfach, wetterfestes Obermaterial und anpassbares Volumen. (ca. 260 €)

2. Nomatic Travel Pack: Von 20 bis 30 Liter erweiterbar, lässt sich flach aufklappen für den Sicherheits-Check. (ca. 290 €)

3. Bellroy Classic Backpack Premium: Elegantes Design mit Lederakzenten und nachhaltiger Verarbeitung. (ca. 220 €)

Technologie · Gadgets

Erholung über den Wolken: Hightech-Schlafmasken und Reisekissen 2026

🗓 22. Mai 2026
7 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

Wer entspannt am Ziel ankommen möchte, sucht auf Langstreckenflügen nach Erholung. Durchdachte Schlafmasken und ergonomische Nackenkissen helfen dabei, selbst auf engen Sitzplätzen in der Economy Class zur Ruhe zu kommen.

Formstabile 3D-Schlafmasken schirmen Licht vollständig ab, während flache Mikrolautsprecher beruhigende Klänge einspielen. Stützende Kissen aus Memory-Schaum entlasten den Nacken und verhindern das seitliche Abknicken des Kopfes. Sanfte Wärme- oder Vibrationselemente entspannen die Muskelempfindlichkeit bei langen Sitzzeiten.

Top 3 Empfehlungen

1. Loftie Eye Mask (Smarte Edition 2026): Vollständige Abdunklung, integrierte Flachlautsprecher und sanfter Aufwachmodus. (ca. 120 €)

2. Cabeau Evolution S3: Befestigungsgurte für die Sitzkopfstütze verhindern das Umknicken des Kopfes. (ca. 50 €)

3. Tempur-Pedic Reisekissen: Druckentlastendes Material für gute Stützwirkung, lässt sich kompakt einrollen. (ca. 90 €)

Business Class · Reportage

Singapore Airlines Business Class: Ein Klassiker auf der Langstrecke

🗓 29. Mai 2026
13 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Business-class

Wer von Europa nach Asien fliegt und die Wahl hat, sollte Singapore Airlines in Betracht ziehen. Die Airline gilt seit Jahren als Maßstab für Servicequalität, und die Business Class auf der Strecke Frankfurt nach Singapur zeigt eindrucksvoll, warum das so ist.

Der Check-in in Frankfurt verläuft zügig. Business-Class-Passagiere haben einen eigenen Schalter und bekommen Zugang zur Lufthansa Business Lounge. Wer Zeit hat, sollte das dortige Buffet nutzen, bevor es ins Flugzeug geht.

An Bord der A350-900 begrüßt die Kabine mit einer angenehm warmen Beleuchtung in Bernstein- und Goldtönen. Die Sitze in der Business Class sind in einer 1-2-1-Anordnung angelegt, jeder Passagier hat direkten Gangzugang. Die Liegefläche misst 198 Zentimeter in der Länge und ist damit ausreichend für Personen bis etwa 1,85 Meter Körpergröße.

Das Essen an Bord hebt sich deutlich vom Durchschnitt ab. Singapore Airlines arbeitet mit internationalen Köchen zusammen und bietet ein „Book the Cook"-Programm an, bei dem man sein Hauptgericht bis 24 Stunden vor Abflug vorbestellen kann. Der Lobster Thermidor ist ein Klassiker und lohnt sich, wenn man Meeresfrüchte mag.

Der Service ist das eigentliche Highlight. Die Kabinencrew auf Singapore Airlines ist aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein. Getränke werden nachgeschenkt, bevor das Glas leer ist, und besondere Wünsche werden ohne Diskussion erfüllt. Auf der 12,5-stündigen Strecke nach Singapur macht sich dieser Serviceunterschied deutlich bemerkbar.

Wer schlafen will, sollte den Sitz in die waagerechte Position bringen und sich die Crew ein frisches Bettzeug mit Kissen und Decke bringen lassen. Die Schlafqualität ist für ein Flugzeug gut, die Kabine wird nach der Hauptmahlzeit gedimmt und ruhig gehalten.

Fazit: Der Preis für ein Business-Class-Ticket Frankfurt nach Singapur liegt bei etwa 3.500 bis 4.500 Euro. Wer die Strecke regelmäßig fliegt, sollte zudem Miles & More oder KrisFlyer sammeln, um Upgrades oder Prämienflüge zu erhalten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf dieser Strecke gerechtfertigt.

Hotelbericht · Dubai

Burj Al Arab, Dubai: Eine Nacht im selbsternannten 7-Sterne-Hotel

🗓 5. Juni 2026
15 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Kein Hotelgebäude der Welt ist so oft fotografiert und so selten wirklich betreten worden wie das Burj Al Arab. Die segelförmige Silhouette auf einer künstlichen Insel vor Jumeirah Beach ist längst Wahrzeichen Dubais, lange bevor der Burj Khalifa gebaut wurde. Wir haben zwei Nächte in einer der 198 Suiten verbracht, um zu prüfen, ob der Ruf der Realität standhält.

Der Check-in beginnt schon auf der Zufahrtsbrücke, die das Hotel vom Festland trennt. Ohne Reservierung kommt niemand über den Sicherheitscheckpoint, was dem gesamten Aufenthalt von der ersten Minute an ein Gefühl exklusiver Abgeschiedenheit gibt. Am Eingang wird man mit kaltem Tuch, Datteln und Rosenwasser empfangen, während im Hintergrund die 180 Meter hohe Atriumhalle in Gold- und Türkistönen schimmert.

Jede der Suiten ist zweistöckig und beginnt bei etwa 170 Quadratmetern. Unsere Deluxe-Suite hatte einen separaten Wohnbereich, eine private Bar, einen Diplomat-Butler-Service rund um die Uhr und Blick auf den Persischen Golf. Der Innenraum ist opulent bis an die Grenze des Kitsches, Gold ist tatsächlich überall, aber genau das ist der Punkt: Das Burj Al Arab verkauft keine minimalistische Eleganz, sondern maximalen Eindruck.

Der Butler-Service verdient besondere Erwähnung. Unser Butler kannte unsere Namen ab der ersten Begegnung, organisierte einen spontanen Tischwechsel im Al Mahara-Restaurant, das um ein riesiges Aquarium herum angelegt ist, und brachte auf Zuruf ein spätes Abendessen aufs Zimmer, ohne dass wir überhaupt nach der Speisekarte gefragt hatten.

Der private Strandbereich, geteilt mit dem Schwesterhotel Jumeirah Beach Hotel, ist weniger überlaufen als man erwarten würde, und die Skyview Bar im 27. Stock bietet bei Sonnenuntergang einen der besten Cocktailausblicke des Nahen Ostens.

Fazit: Der Preis beginnt bei umgerechnet etwa 1.700 Euro pro Nacht und rechtfertigt sich nicht durch Understatement, sondern durch konsequenten Service und ein Gebäude, das man einmal im Leben von innen gesehen haben sollte. Wer diskreten Luxus sucht, ist hier falsch. Wer das Maximum sucht, ist genau richtig.

Hotelbericht · Paris

Hôtel Ritz Paris: Wie sich über 120 Jahre Geschichte anfühlen

🗓 12. Juni 2026
13 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Am Place Vendôme, im Herzen des ersten Arrondissements, steht seit 1898 ein Hotel, das den Begriff Luxushotellerie im Grunde mitgeprägt hat. Coco Chanel lebte hier über 30 Jahre, Hemingway trank in der Bar Hemingway, und die Wendeltreppe im Foyer wurde zum Vorbild für unzählige andere Grandhotels. Nach einer vierjährigen Renovierung 2016 öffnete das Ritz Paris wieder, moderner in der Technik, aber unverändert in seinem Charakter.

Unsere Junior-Suite im dritten Stock war klassisch französisch eingerichtet: Boiserie-Wandvertäfelung, Louis-XVI-Möbel, ein Marmorbad mit freistehender Wanne und Blick über die Rue Cambon. Nichts an diesem Zimmer wirkt museal oder verstaubt, die Renovierung hat modernste Klimatechnik und ein diskretes Entertainment-System eingebaut, ohne das historische Erscheinungsbild zu stören.

Der Ritz Club im Untergeschoss beherbergt einen der schönsten Hotelpools Europas, mit einer Mosaikdecke, die an ein römisches Bad erinnert. Das Spa von Chanel im Haus ist eines von nur zwei Chanel-Spas weltweit und bietet Behandlungen, die man sonst nirgendwo bekommt.

Kulinarisch punktet das Haus gleich zweifach: Das Restaurant L'Espadon unter Chef-Köchin Eugénie Béziat trägt einen Michelin-Stern, während die Bar Vendôme tagsüber der ideale Ort für den berühmten Ritz-Afternoon-Tea ist. Wer abends noch Energie hat, sollte die Bar Hemingway besuchen, klein, holzvertäfelt und mit einer Cocktailliste, die Barlegende Colin Field über Jahrzehnte perfektioniert hat.

Der Service ist zurückhaltend und makellos zugleich. Das Housekeeping-Team räumt zweimal täglich, Zimmermädchen begrüßen einen mit Namen, und an der Rezeption wird niemand je das Gefühl bekommen, eine Nummer zu sein, selbst bei vollem Haus.

Fazit: Zimmerpreise beginnen bei rund 1.800 Euro pro Nacht. Das Ritz Paris ist kein Trendhotel und will es auch nicht sein. Es ist der Maßstab, an dem sich klassische europäische Luxushotellerie seit über hundert Jahren messen lassen muss.

Hotelbericht · Dubai

Atlantis, The Palm: Das Familienresort, das größer denkt als alle anderen

🗓 19. Juni 2026
12 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

An der Spitze der Palm Jumeirah, der künstlichen Insel vor Dubais Küste, thront das Atlantis, The Palm wie eine Kulisse aus einem Fantasyfilm. Seit 2008 ist es das Herzstück der Insel, und wer mit Kindern reist, findet hier eines der durchdachtesten Resortkonzepte der Golfregion.

Unser Zimmer im Ocean-Flügel bot einen direkten Blick durch eine Panoramascheibe in das hoteleigene Aquarium, The Ambassador Lagoon, in dem über 65.000 Meerestiere leben. Kinder bleiben davon fasziniert, Erwachsene überraschenderweise auch. Die Zimmer selbst sind großzügig geschnitten, hell und mit einem leicht orientalischen Dekor gehalten, ohne ins Kitschige abzudriften.

Das eigentliche Herzstück des Resorts ist der Aquaventure Waterpark, einer der größten der Welt, mit der berühmten Leap of Faith-Rutsche, die durch einen Haitank führt. Für Familien ist der Zugang im Zimmerpreis enthalten, was das Resort trotz hoher Nachtraten am Ende preislich attraktiv macht, wenn man Eintritt und Verpflegung mit einrechnet.

Kulinarisch überrascht das Haus mit Tiefe: Nobu Dubai im Resort zählt zu den besten Dependenzen der Kette weltweit, während Ossiano mit seinem Unterwasser-Essbereich direkt neben dem Aquarium einen der spektakulärsten Restaurantstandorte der Welt bietet.

Der Strand des Resorts ist breit, gepflegt und dank der geschützten Lage der Palm-Insel ruhiger als viele offene Küstenabschnitte Dubais. Wer Ruhe sucht, bucht einen der privaten Cabana-Bereiche, wer Trubel mag, bleibt am Hauptpool mit Blick auf den Persischen Golf.

Fazit: Zimmerpreise beginnen bei etwa 450 Euro pro Nacht. Das Atlantis, The Palm ist kein Ort für Ruhesuchende, sondern ein Statement-Resort für Familien und alle, die Dubai in seiner größten, lautesten und großzügigsten Form erleben wollen.

Hotelbericht · Las Vegas

Das venezianische Spektakel in der Wüste: Eine Nacht im The Venetian Las Vegas

🗓 26. Juni 2026
14 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Man mag von Las Vegas halten, was man will, aber The Venetian beeindruckt selbst skeptische Vielreisende. Wer die monumentale Lobby am Las Vegas Strip betritt, lässt die flirrende Wüstenhitze Nevadas augenblicklich hinter sich und steht unter aufwendigen Deckenfresken, umgeben von poliertem Marmor und unaufdringlichem Raumduft.

Ein besonderes Merkmal des Hauses: Sämtliche Zimmer sind als Suiten angelegt. Unsere Luxury King Suite überzeugte durch ein durchdachtes Split-Level-Design. Oben schläft man in ägyptischer Baumwollbettwäsche, zwei Stufen tiefer öffnet sich ein separater Wohnbereich mit Sofa und Schreibtisch. Die Preise schwanken je nach Wochentag erheblich: Unter der Woche geht es ab etwa 220 Euro los, an gut gebuchten Wochenenden klettern sie rasch auf über 550 Euro.

Trotz der gewaltigen Bettenzahl funktioniert der Service überraschend flüssig. Über die digitale Zimmersteuerung trafen gewünschte Handtücher und Getränke meist innerhalb weniger Minuten ein. Auch gastronomisch überzeugt die Anlage: Das 'Chica' von Lorena Garcia überrascht mit feiner lateinamerikanischer Küche, im 'Lavo' gibt es verlässliche italienische Klassiker, und der elegante 'Juliet Cocktail Room' lädt zu durchdachten Drinks ein.

Eine charmante Eigenheit bleibt das überdachte Kanalsystem der 'Grand Canal Shoppes', in dem Gondoliere unter einem gemalten Wolkenhimmel Arien anstimmen. Wer reduzierteren Luxus schätzt, weicht vielleicht auf das Wynn Las Vegas (ab ca. 350 Euro) oder das Bellagio mit seinen berühmten Fontänen (ab ca. 300 Euro) aus. Wer jedoch viel Platz sucht, bekommt im Venetian erstaunlich viel Suite für sein Geld.

Hotelbericht · New York

Königliche Tradition am Central Park: Das legendäre The Plaza New York

🗓 3. Juli 2026
14 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Kaum eine Hoteladresse ist filmisch und literarisch so vertraut wie The Plaza in New York City. Das 1907 an der Ecke Fifth Avenue und Central Park South eröffnete Gebäude im Stil der französischen Renaissance vermittelt beim Durchschreiten der goldenen Drehtüren augenblicklich das Gefühl, in eine andere Epoche einzutauchen.

Bei meinem Aufenthalt in einer Deluxe King Suite fielen vor allem die schweren Brokatstoffe, feine Stuckarbeiten und die vergoldeten Armaturen mit Wappengravur auf. Zeitgemäß erfolgt die Licht- und Temperatursteuerung diskret über ein iPad am Nachttisch. Die Zimmerpreise beginnen selten unter 900 Euro pro Nacht, in den gefragten Herbst- und Wintermonaten steigen sie oft drastisch.

Der Butler-Service für Suiten-Gäste agiert leise und verlässlich: Knitterfreie Abendgarderobe oder eine kurzfristige Tischreservierung im Theaterviertel wurden ohne Aufheben erledigt. Sehr atmosphärisch ist der klassische Afternoon Tea im 'The Palm Court' unter der restaurierten Glaskuppel von 1907. Für Erholung nach stundenlangen Fußmärschen durch Manhattan sorgt das hauseigene Guerlain Spa.

Unter den traditionellen Luxushotels bieten sich das The St. Regis mit seiner berühmten King Cole Bar (ca. 950 bis 1.300 Euro) oder das gläserne Baccarat Hotel mit modernerem Akzent (ab ca. 1.100 Euro) als Alternativen an. Wer allerdings unverfälschten Grand-Hotel-Flair sucht, wohnt im Plaza nach wie vor an der richtigen Adresse.

Hotelbericht · Kuala Lumpur

Luxus über den Wolken der Tropen: Das Mandarin Oriental Kuala Lumpur

🗓 10. Juli 2026
13 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Kuala Lumpur lebt von gegensätzlichen Eindrücken: glänzende Stahlkonstruktionen direkt neben dichter tropischer Bepflanzung. Das Mandarin Oriental liegt direkt zwischen den Petronas Twin Towers und den schattigen Pfaden des KLCC Parks. Schon in der großzügigen Empfangshalle fällt der aufmerksame, unaufgeregte Service auf.

Aus den Fenstern des Club Rooms blickt man fast vertikal an den beleuchteten Fassaden der Petronas Towers empor, was gerade nach Einbruch der Dunkelheit beeindruckt. Im internationalen Vergleich fällt das Preisniveau moderat aus: Standardzimmer sind ab etwa 180 Euro zu haben, Club-Kategorien mit Zugang zur Lounge starten bei ca. 290 Euro.

Die Aufmerksamkeit des Personals zeigt sich im Detail: Als meine Sonnenbrille am Pool leicht beschlug, reichte der Mitarbeiter unaufgefordert ein Reinigungstuch auf einer kleinen Schale. Das hauseigene Restaurant 'Lai Po Heen' überzeugt mit hervorragenden kantonesischen Dim Sum, während man in der 'Lounge on the Park' bei Tee und Gebäck ins Grüne blickt.

Vergleichbare Häuser in der Nähe sind das Four Seasons Kuala Lumpur (ab ca. 220 Euro, mit direktem Zugang zur Luxusmall) sowie das The Ritz-Carlton im lebhaften Ausgehviertel Bukit Bintang (ab ca. 160 Euro). Das Mandarin Oriental besticht jedoch vor allem durch die unmittelbare Nachbarschaft zu den berühmten Zwillingsstürmen.

Hotelbericht · Tokio

Zen-Garten über der Megacity: Die erhabene Ruhe des Aman Tokyo

🗓 17. Juli 2026
15 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Tokio fordert die Sinne mit ständiger Bewegung und dichter Bebauung. Hoch über den Straßen des Finanzviertels Otemachi, verteilt auf die obersten Etagen des Otemachi Towers, zieht im Aman Tokyo hingegen eine wohltuende Ruhe ein. Das Zentrum des Hauses bildet die fast 30 Meter hohe Lobby, deren Deckenkonstruktion einer riesigen Washi-Papierlaterne nachempfunden ist.

Die Zimmer sind für Tokioter Verhältnisse ungewöhnlich geräumig und greifen Elemente traditioneller japanischer Architektur auf. Dunkles Holz, handgeschöpftes Papier und Basalt strukturieren den Raum. Wer morgens aus dem Fenster blickt, sieht an klaren Tagen die Silhouette des Fuji. Aus der tiefen Furo-Badewanne schaut man direkt auf die Häusermeere. Die Übernachtungspreise liegen bei etwa 1.500 Euro pro Nacht.

Die Betreuung folgt dem Prinzip des Omotenashi: Die Wünsche der Gäste werden dezent vorausgedacht. Im Restaurant 'Arva' kocht das Küchenteam italienische Gerichte mit frischen japanischen Zutaten, während an der Theke von 'Musashi by Aman' präzise zubereitetes Edomae-Sushi serviert wird. Ein echter Blickfang ist der 30 Meter lange Swimmingpool mit Sicht über die Skyline.

Ebenfalls erstklassige Alternativen in der Stadt sind das traditionsträchtige Park Hyatt Tokyo im Stadtteil Shinjuku (ab ca. 800 Euro) oder das stilvolle The Peninsula Tokyo nahe der Ginza (ab ca. 900 Euro). Das Aman sticht jedoch durch seine luftige, fast meditativ wirkende Architektur hervor.

Hotelbericht · Dubai

Arabischer Zauber am Jumeirah Beach: Das One&Only Royal Mirage Dubai

🗓 24. Juli 2026
14 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

Zwischen all den rekordverdächtigen Wolkenkratzern und gläsernen Malls wirkt das One&Only Royal Mirage wie ein Rückzugsort aus einer anderen Zeit. Das weitläufige Resort erstreckt sich über 65 Hektar Gartenlandschaft mit Dattelpalmen, Springbrunnen und einem kilometerlangen Privatstrand an der Küste von Jumeirah.

Die Anlage gliedert sich in drei traditionell gestaltete Komplexe: The Palace, Arabian Court und Residence & Spa. Mein Zimmer im Arabian Court überzeugte mit gedämpften Farben, Holzschnitzereien, Mosaikfliesen und einer schattigen Terrasse in Richtung Meer. In den heißen Sommermonaten liegen die Raten bei etwa 350 Euro pro Nacht, in der beliebten Wintersaison steigen sie auf 800 bis 1.200 Euro.

Der Strandservice verpflegt Gäste unaufdringlich mit kühlen Handtüchern und Erfrischungen. Kulinarisch hat die Anlage einiges zu bieten: Im 'Celebrities' kreiert Sternekoch Mauro Colagreco moderne französische Küche, während das 'Tagine' marokkanische Gerichte in stimmungsvollem Nischen-Ambiente serviert. Sehr entspannt sitzt man zum Sonnenuntergang in der 'Jetty Lounge', wo man Drinks direkt am Strand mit Blick auf die Skyline der Dubai Marina genießt.

Für lebhafteres Club-Ambiente eignet sich das FIVE Palm Jumeirah (ab ca. 250 Euro), während das Address Downtown (ab ca. 300 Euro) urbanes Flair nahe dem Burj Khalifa bietet. Wer hingegen weitläufige Parkanlagen und klassisches Resort-Feeling am Meer sucht, findet im One&Only Royal Mirage einen gut abgeschirmten Erholungsort.

Fernreise · Asien

Singapur: Die perfekte Stadt am Äquator

🗓 31. Juli 2026
18 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Kein anderes Land auf der Welt schafft es so mühelos, Moderne und Tradition auf engstem Raum zu vereinen. Singapur ist sauber, sicher, kulinarisch unschlagbar und immer für eine Überraschung gut. Wer zum ersten Mal landet, ist zunächst überrascht: Alles funktioniert hier wie ein Uhrwerk.

Der Changi Airport ist mehr als nur ein Flughafen. Er ist ein Erlebnis für sich. Mit Gärten, Wasserfällen und dem Jewel, einem gläsernen Dome mit dem höchsten Indoor-Wasserfall der Welt, fängt Singapur schon vor dem Stadteingang an, Eindruck zu machen.

Die Marina Bay bildet das Herzstück der modernen Stadtsilhouette. Das Marina Bay Sands mit seinem ikonischen Dachpool thront über allem, während die Gardens by the Bay mit ihren Supertrees bei Einbruch der Dunkelheit in einem Lichterspektakel aufleuchten, das seinesgleichen sucht.

Wer Singapur wirklich verstehen will, geht in die Hawker-Centres. Diese staatlich subventionierten Straßenküchen sind das Herzstück der Gesellschaft. Beim Maxwell Food Centre gibt es die wohl berühmteste Hainanese Chicken Rice der Stadt, zubereitet von einem Meister seines Fachs seit über 30 Jahren.

Little India, Chinatown und Kampong Glam zeigen, wie aus vier Kulturen und Religionen eine funktionierende, stolze Nation wurde. Reisezeit: Ganzjährig möglich. Die besten Monate sind Februar und März, wenn die Regenwahrscheinlichkeit am geringsten ist.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

Raffles Singapore
1 Beach Road, Singapur 189673
Das legendäre Kolonialhotel mit dem berühmten Long Bar, Heimat des Singapore Sling.

Marina Bay Sands
10 Bayfront Avenue, Singapur 018956
Ikonischer Infinity-Pool auf dem Dach, 57 Stockwerke über der Stadt.

The Fullerton Bay Hotel
80 Collyer Quay, Singapur 049326
Boutique-Luxus direkt am Wasser mit Blick auf die Marina Bay.

Restaurants

Burnt Ends
7 Dempsey Road, Singapur 249671
Australischer Barbecue-Tempel, einer der heißesten Tische der Stadt.

Maxwell Food Centre
1 Maxwell Road, Singapur 069184
Hainanese Chicken Rice bei Tian Tian, ein Pflichtbesuch.

Odette
1 Saint Andrew's Road, National Gallery, Singapur 178957
Drei Michelin-Sterne, französische Haute Cuisine im National Gallery-Komplex.

Fernreise · Malaysia

Penang: Wo Straßenküche Weltklasse bedeutet

🗓 7. August 2026
12 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Penang ist eine Insel im Nordwesten Malaysias, und wer hier ankommt, versteht sehr schnell, warum Reisende aus aller Welt eigens für das Essen nach George Town fliegen. Die Hauptstadt der Insel ist seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe, und das zu Recht.

George Towns Straßen erzählen Geschichten. Britische Kolonialarchitektur trifft auf chinesische Shophouses, indische Tempel stehen neben malaiischen Moscheen. In keiner anderen Stadt Südostasiens ist diese Verdichtung so kompakt und so gepflegt erhalten.

Das kulinarische Erbe ist das zweite große Kapitel. Char Kway Teow, frisch gebraten in einem Wok über glühender Holzkohle, Asam Laksa mit seiner scharfsauren Fischbrühe, Cendol als süßer Abschluss, all das bekommt man an kleinen Ständen für umgerechnet weniger als zwei Euro.

Wer mehr sucht als Essen, findet im Penang National Park unberührte Strände, die man teils nur per Boot oder zu Fuß durch den Dschungel erreicht. Und an den Hängen des Penang Hill, erreichbar per Standseilbahn, eröffnet sich ein Panorama über Meer und Skyline, das sich festbeißt im Gedächtnis.

Unsere Empfehlung: Mindestens vier Nächte einplanen. Wer nur einen Tag hat, geht abends in die Gurney Drive Hawker-Stalls und gibt sich dem Strom aus Aromen, Geräuschen und Menschen hin.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

The Eastern & Oriental Hotel
10 Lebuh Farquhar, George Town, 10200 Penang
Kolonialgrandhotel seit 1885, direkte Wasserlage, als das Raffles in Singapur noch nicht erbaut war.

Seven Terraces
Stewart Lane, George Town, 10200 Penang
Restaurierte Peranakan-Terrassenhäuser im UNESCO-Kern, Boutique-Klasse.

Shangri-La Rasa Sayang
Batu Ferringhi, 11100 Penang
Resort am Strand von Batu Ferringhi, zwanzig Minuten vom Stadtzentrum.

Restaurants

Kebaya Dining Room
14A Stewart Lane, George Town, 10200 Penang
Moderne peranakanische Küche in einem eleganten kolonialen Ambiente im Seven Terraces.

Gurney Drive Hawker Stalls
Gurney Drive, 10250 Penang
Die größte Ansammlung von Straßenständen der Insel. Ab 18 Uhr passiert hier alles.

Narrow Marrow
312 Lebuh Pantai, George Town, 10300 Penang
Kreatives Café und Bar in einem umgebauten Shophouse, bekannt für Kaffee, Tiramisu und Craft-Drinks.

Metropole · USA

New York: 72 Stunden, die alles verändern

🗓 14. August 2026
15 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

New York muss man nicht mögen. Aber man kann es kaum vermeiden, fasziniert zu sein. Diese Stadt ist laut, teuer, manchmal chaotisch und zu jeder Stunde des Tages und der Nacht lebendig. Das macht sie zur einzigartigen Destination für alle, die mehr wollen als Sehenswürdigkeiten abhaken.

Tag eins beginnt im West Village. Frühstück bei Buvette, dann zu Fuß durch SoHo und über die Brooklyn Bridge. Die Bridge ist kein Klischee, sondern echter Genuss, besonders morgens vor acht, wenn die Pendler auf der anderen Seite bleiben und der Blick auf Manhattan für sich allein reicht.

Das Metropolitan Museum of Art ist für zwei Stunden angelegt und frisst den ganzen Tag. Wer smart plant, geht direkt in die Abteilungen, die ihn interessieren: Antike Rüstungen, impressionistische Gemälde, ägyptische Kunst. Danach: Central Park, zu Fuß, ohne Karte.

Abends gehört Manhattan zur besten Version seiner selbst. Das Essen in der Stadt ist auf Weltklasseniveau, ohne dass man dafür in teure Restaurants muss. Die Pizza bei Joe's in Greenwich Village kostet rund vier Dollar und ist besser als in vielen Restaurants, die das Dreifache verlangen.

Wer noch keine 72 Stunden in New York verbracht hat: Es ist höchste Zeit. Und wer die Stadt schon kennt, findet beim zweiten Besuch eine andere Stadt als beim ersten.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

The Carlyle, A Rosewood Hotel
35 East 76th Street, New York, NY 10021
Upper East Side-Klassiker, Bemelmans Bar, Jazz am Abend, diskreter Luxus.

The Greenwich Hotel
377 Greenwich Street, New York, NY 10013
Tribeca-Boutiquehotel im Besitz von Robert De Niro, japanisches Spa im Keller.

1 Hotel Central Park
1414 6th Avenue, New York, NY 10019
Nachhaltiges Luxushotel mit Naturmaterialien, eine Minute vom Central Park entfernt.

Restaurants

Le Bernardin
155 West 51st Street, New York, NY 10019
Drei Michelin-Sterne, beste Meeresfrüchte der Stadt unter Chef Eric Ripert.

Joe's Pizza
7 Carmine Street, New York, NY 10014
Die beste Slice-Pizza Manhattans seit 1975. Keine Reservierung, keine Diskussion.

Buvette
42 Grove Street, New York, NY 10014
Französisches Bistro im West Village, perfekte Croissants und ein hervorragender Espresso.

Metropole · Asien

Hong Kong: Zwischen Wolkenkratzern und Tempelrauch

🗓 21. August 2026
14 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Millionen leben auf engstem Raum, und genau das macht Hong Kong so lebendig wie keine andere Metropole der Welt. Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten rasend schnell verändert, aber sie hat dabei nie das verloren, was sie einzigartig macht: dieses Nebeneinander aus glitzernden Hochhäusern und Tempelräucherwerk, aus Dim Sum am Morgen und Rooftop-Bar am Abend.

Der Victoria Peak ist für viele der erste Weg in Hong Kong. Die Aussicht, besonders bei klarem Wetter nach Einbruch der Dunkelheit, gehört zu den eindrucksvollsten Stadtpanoramen der Welt. Was kaum jemand weiß: Ein kleiner Wanderweg führt vom Peak Trail aus zum Lugard Road Lookout, und dort sieht man mehr als auf jedem Touristenfoto.

Kowloon auf der Festlandseite ist das echte Hong Kong, das Reiseführer gern übersehen. Hier liegt der Temple Street Night Market, hier gibt es die besten Wonton-Nudeln der Stadt, und hier kann man stundenlang durch enge Gassen wandern und dabei das Gefühl haben, in eine andere Zeit geraten zu sein.

Die Fähre zwischen Hong Kong Island und Kowloon kostet umgerechnet dreißig Cent und bietet den besten Blick auf die Skyline, den es gibt. Wer einmal bei Nacht auf dem Oberdeck steht und die Lichter der Stadt an sich vorüberziehen sieht, versteht, warum Menschen süchtig werden nach dieser Stadt.

Reisehinweis: Die besten Quartiere für Besucher sind Sheung Wan und Wan Chai auf Hong Kong Island, ruhiger als Central, aber fußläufig zu allem, was zählt.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

The Peninsula Hong Kong
Salisbury Road, Kowloon, Hong Kong
Grandhotel seit 1928, Rolls-Royce-Flotte für Flughafentransfers, legendärer Nachmittagstee in der Lobby.

Mandarin Oriental, Hong Kong
5 Connaught Road, Central, Hong Kong
Zentral in Central, exzellentes Spa, eine der besten Hotelbars der Stadt (Captain's Bar).

The Upper House
Pacific Place, 88 Queensway, Admiralty, Hong Kong
Minimalistischer Boutique-Luxus von Andre Fu, ruhige Zimmer mit Hafenblick.

Restaurants

Ho Hung Kee
12/F, Hysan Place, 500 Hennessy Road, Causeway Bay, Hong Kong
Michelin-besterntes Wonton-Nudel-Lokal seit 1946. Inbegriff von Hong Kong-Straßenküche.

Tim Ho Wan
Shop 12A, Hong Kong Station, Central, Hong Kong
Michelin-Sterne-Dim-Sum zum Straßenpreis. Die Plätze sind begehrt, Geduld mitbringen.

Lung King Heen
Four Seasons Hotel, 8 Finance Street, Central, Hong Kong
Zwei Michelin-Sterne, kantonesische Spitzenküche. Die Pekingente muss vorbestellt werden.

Fernreise · Thailand

Bangkok: Tempel, Turmrestaurants und die besten Hotels Asiens

🗓 28. August 2026
16 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Bangkok ist eine Stadt der Gegensätze, die sich nie ganz auflösen und genau deshalb so fesselnd bleiben. Goldene Tempeldächer stehen im Schatten von Wolkenkratzern, tuk-tuks kämpfen sich durch Sky-Train-Pfeiler, und in den Sois abseits der Hauptstraßen riecht es nach Garküchen, während drei Stockwerke höher Rooftop-Bars Champagner ausschenken.

Der Chao Phraya River bleibt das Rückgrat der Stadt. Die öffentlichen Boote sind günstiger als jedes Taxi und zugleich die schönste Art, an Wat Arun und dem Grand Palace vorbeizugleiten, besonders in der Stunde vor Sonnenuntergang, wenn das Licht die Tempeldächer in Bernstein taucht.

Aber Bangkok hat sich in den letzten zehn Jahren vor allem als Hotelmetropole neu erfunden. Kaum eine Stadt Asiens bündelt so viel Luxushotellerie auf so engem Raum, von Kolonialklassikern am Fluss bis zu Wolkenkratzer-Suiten mit Infinity-Pools über den Dächern der Stadt.

Wer zum ersten Mal kommt, sollte mindestens eine Nacht am Fluss verbringen und eine weitere mitten im modernen Sukhumvit-Viertel, um beide Facetten der Stadt zu erleben. Die BTS Skytrain verbindet beide Welten in Minuten und ist das mit Abstand einfachste Fortbewegungsmittel für Erstbesucher.

Kulinarisch ist Bangkok längst auf Augenhöhe mit den großen Küchen der Welt, was sich auch in der wachsenden Zahl an Michelin-Sternen zeigt, die die Stadt seit 2018 vergibt. Wer nur eine Mahlzeit Zeit hat, sollte sie an einem Streetfood-Stand in Chinatown verbringen und nicht in einem Fine-Dining-Restaurant.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

Mandarin Oriental Bangkok
48 Oriental Avenue, Bang Rak, Bangkok 10500
Das Grandhotel Asiens seit 1876, direkt am Chao Phraya, legendärer Afternoon Tea in der Authors' Lounge.

The Peninsula Bangkok
333 Charoennakorn Road, Klongsan, Bangkok 10600
Am Westufer des Flusses gelegen, eigener Bootsservice, ruhiger als die Hotels am Ostufer.

Baiyoke Sky Hotel
222 Ratchaprarop Road, Ratchathewi, Bangkok 10400
Einer der höchsten Hoteltürme Südostasiens, Aussichtsdeck mit 360-Grad-Blick über die gesamte Stadt.

Restaurants

Chinatown Streetfood, Yaowarat Road
Yaowarat Road, Samphanthawong, Bangkok 10100
Nachts verwandelt sich die Straße in einen der besten Streetfood-Korridore Asiens.

Gaggan Anand
68 Sukhumvit 31, Sukhumvit Road, Bangkok 10110
Progressive indische Küche, eines der einflussreichsten Restaurants Asiens der letzten Dekade.

Sky Bar at Lebua
State Tower, 1055 Silom Road, Bangkok 10500
Weltberühmte Rooftop-Bar aus "The Hangover 2", spektakulärer Blick über den Fluss.

Fernreise · Südafrika

Kapstadt: Zwischen Tafelberg, Weingut und Design-Hotel

🗓 4. September 2026
13 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Kaum eine Stadt der Welt liegt so dramatisch zwischen Ozean und Berg wie Kapstadt. Der Tafelberg, oft in eine dichte Wolkendecke gehüllt, die Einheimische als Tischtuch bezeichnen, prägt die Silhouette der Stadt und schenkt fast jedem Stadtviertel eine eindrucksvolle Kulisse.

Die Seilbahn auf den Tafelberg überwindet den Höhenunterschied in wenigen Minuten. Brechen Sie am besten früh am Morgen auf, bevor Wolken die Sicht versperren und die Warteschlangen länger werden. Von der Bergstation reicht der Blick an klaren Tagen über die gesamte Halbinsel bis zum Kap der Guten Hoffnung.

An der V&A Waterfront schlägt das touristische Herz des alten Hafens mit hervorragenden Restaurants und dem Ableger für Ausflüge nach Robben Island. Die berühmte Pinguinkolonie am Boulders Beach besuchen Sie dagegen am besten bei einem Tagesausflug Richtung Simon's Town, wo Holzstege direkt zu den Tieren führen.

Planen Sie unbedingt Zeit für das Umland ein: Die Weinregionen Stellenbosch und Franschhoek liegen eine knappe Autostunde östlich. Sie zählen zu den stimmungsvollsten Anbaugebieten der südlichen Hemisphäre und bieten eine Gastfreundschaft, die europäischen Spitzenhotels in nichts nachsteht.

Kapstadts Hotellandschaft hat in den letzten Jahren ein beeindruckendes Niveau erreicht. Von stylischen Unterkünften im umgebauten Getreidesilo bis hin zu eleganten Villen am Hang des Lion's Head findet jeder Reisende die passende Basis.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

The Silo Hotel
Silo Square, V&A Waterfront, Kapstadt 8001
Umgebautes Getreidesilo mit spektakulären Bullaugenfenstern und einem Rooftop-Pool, der freien Blick auf Tafelberg und Atlantik bietet.

Ellerman House
180 Kloof Road, Bantry Bay, Kapstadt 8005
Exklusive Villenanlage über dem Atlantik mit eigenem Weinkeller, der mehr als 7.500 edle südafrikanische Tropfen beherbergt.

Cape Grace
West Quay Road, V&A Waterfront, Kapstadt 8001
Klassische Eleganz direkt am Hafenbecken samt hauseigener Whisky-Bar mit über 400 Sorten.

Restaurants

La Colombe
Silvermist Wine Estate, Constantia, Kapstadt 7806
Aushängeschild der südafrikanischen Gastronomie mit französisch-asiatischer Fusionsküche hoch über den Weinbergen von Constantia.

The Pot Luck Club
375 Albert Road, Woodstock, Kapstadt 7915
Kreative Sharing-Plates von Starkoch Luke Dale-Roberts im obersten Stockwerk der Old Biscuit Mill mit Panoramablick über Woodstock.

Harbour House
Quay 500, V&A Waterfront, Kapstadt 8001
Fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte mit direktem Blick auf das Hafenbecken, verlässlich und unkompliziert.

Inselparadies · Griechenland

Santorini: Höhlensuiten mit dem berühmtesten Sonnenuntergang der Welt

🗓 31. Juli 2026
11 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Santorini ist eine der wenigen Destinationen, bei denen das Bild, das man vor der Reise im Kopf hat, tatsächlich der Realität entspricht: weiße Kubushäuser, blaue Kuppeln, ein Vulkankrater, der sich vor über 3.600 Jahren selbst zerstört hat und heute eine der spektakulärsten Kulissen der Ägäis bildet.

Oia, das Dorf an der nördlichsten Spitze der Insel, ist der Ort, an dem sich abends Hunderte Menschen versammeln, um denselben Sonnenuntergang zu fotografieren. Klischee hin oder her: Wenn die Sonne hinter dem Kraterrand versinkt und die Häuser in orangefarbenes Licht taucht, versteht man sofort, warum.

Was Santorini von anderen griechischen Inseln unterscheidet, ist die Hotelarchitektur selbst. Viele der besten Häuser sind buchstäblich in die vulkanische Kraterwand hineingebaut, mit Höhlensuiten, die teils Jahrhunderte alt sind und ursprünglich als Weinkeller oder Wohnräume für Fischer dienten.

Wer die Insel wirklich erleben will, sollte auch die weniger fotografierten Orte einplanen: Pyrgos mit seinen engen mittelalterlichen Gassen, den schwarzen Strand von Perissa, und unbedingt eine Weinprobe bei einem der Kellereien, die auf der Insel den seltenen Assyrtiko-Wein aus ungepfropften, jahrhundertealten Reben keltern.

Die beste Reisezeit ist Ende Mai oder Ende September, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Touristenmassen des Hochsommers ausbleiben. Wer im August kommt, sollte Hotelbuchungen mindestens sechs Monate im Voraus vornehmen.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

Canaves Oia Suites
Oia, Santorini 84702
In den Kraterrand gebaute Suiten mit privaten Pools, wenige Gehminuten vom berühmten Sonnenuntergangspunkt.

Katikies Hotel
Oia, Santorini 84702
Eines der ursprünglichen Höhlenhotels der Insel seit 1946, kaskadenartig in den Fels gebaut.

Grace Hotel Santorini
Imerovigli, Santorini 84700
Ruhiger gelegen als Oia, spektakulärer Infinity-Pool mit Blick auf die Caldera und den Vulkan.

Restaurants

Ambrosia Restaurant
Oia, Santorini 84702
Direkt am Kraterrand gelegen, mediterrane Küche mit dem wohl besten Sonnenuntergangsblick der Insel.

Metaxi Mas
Exo Gonia, Santorini 84701
Traditionelle griechische Taverne abseits der Touristenpfade, von Einheimischen empfohlen.

Selene Restaurant
Fira, Santorini 84700 (Katikies Garden)
Moderne griechische Küche mit Zutaten von der Insel selbst, im Katikies Garden Hotel in Fira.

Ausblick · USA

Ausblick auf 2027: Die besten Reiseziele in den USA

🗓 8. September 2026
20 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Fernreisen

Wer 2027 eine Reise in die USA plant, trifft auf ein Reiseland voller Dynamik. Frische Hotelprojekte, ein verbessertes Besuchermanagement in den Nationalparks und neue Kulturareale in aufstrebenden Städten setzen Impulse. Wir stellen die Regionen vor, die 2027 besonders lohnende Erlebnisse versprechen.

Kiawah Island an der Küste South Carolinas zählt zu den ruhigsten Luxuszielen an der US-Ostküste. Die Insel liegt nur vierzig Autominuten von Charleston entfernt und beherbergt das renommierte Resort The Sanctuary at Kiawah Island. Neben exzellenten Golfplätzen und Privatstränden stehen für 2027 erweiterte Wellnessangebote sowie neue Naturpfade durch die artenreichen Salzmarschen auf dem Programm. Die Insel bildet einen wohltuend entspannten Gegenpol zu den belebten Küsten Floridas.

New York City wandelt sich stetig weiter, wobei 2027 spannende Viertel abseits des klassischen Midtown-Zentrums im Blickpunkt stehen. Während in Hudson Yards moderne Hochhaus-Hotels entstehen, zieht das exklusive Aman New York im historischen Crown Building an der Fifth Avenue Gäste auf der Suche nach ruhiger Eleganz an. In Brooklyn prägen stylische Häuser wie The Williamsburg Hotel das Viertel rund um umgebaute Backsteinfabriken. Für Manhattan-Reisende lohnt 2027 ein Abstecher zum Frühstück nach Greenpoint oder ein Abend in Red Hook mit Blick auf den Hafen.

Im südwestlichen Colorado zieht die Bergregion um Telluride und Ouray immer mehr Outdoor-Begeisterte an. Die imposanten San Juan Mountains bieten dank eines vom Bureau of Land Management ausgebauten Wanderwegnetzes fantastische Strecken. Das Hotel Madeline in Telluride unterstützt Gäste mit sogenannten Adventure Concierges für geführte Touren in die Hochgebirgswelt. Im Sommer nutzen Sommerwanderer die Bergbahnen des Skigebiets für alpine Panoramatouren.

Ein reizvoller Kontrast erwartet Reisende in Tucson, Arizona. Die Wüstenstadt hat sich als erste US-Stadt den Titel UNESCO City of Gastronomy gesichert. Nordwestlich der Stadt, am Fuße der Tortolita Mountains in Marana, liegt das Ritz-Carlton, Dove Mountain. Das Resort bietet drei Pools, eine eigene Sternwarte für klare Wüstennächte und Spitzenküche mit Zutaten vom eigenen Gutshof. In Tucson selbst lohnt ein Bummel durch die Fourth Avenue mit ihren Märkten und der lebendigen Streetfood-Szene.

Ein besseres Besuchermanagement macht beliebte Nationalparks 2027 entspannter zugänglich. Parks wie der Grand Canyon, Yellowstone und Yosemite steuern den Andrang an besonders gefragten Aussichtspunkten über digitale Zeitfenster-Reservierungen. Wer etwa den Sonnenaufgang am Mather Point des Grand Canyon erleben möchte, sichert sich vorab seinen Zugang slotgenau. Das vermeidet Parkplatzsuchen und Staus. Zudem eröffnet der National Park Service am South Rim des Grand Canyon ein neues Bildungszentrum zur Geologie und indigenen Kultur.

Ein echter Geheimtipp für den Mittleren Westen ist Tulsa, Oklahoma. Die Stadt begeistert mit dem Gathering Place, einem weitläufigen Park am Flussufer, sowie dem erweiterten Philbrook Museum of Art. Im historischen Art-déco-Viertel laden stilvoll restaurierte Gebäude aus den 1920er-Jahren zum Übernachten ein. Für Nostalgiker ist Tulsa ein idealer Startpunkt auf der Route 66, wo 2027 ein neues Besucherzentrum eröffnet. Von hier aus lässt sich die legendäre Straße hervorragend gen Westen Richtung Amarillo und Albuquerque erkunden.

An der Pazifikküste erweitert der Big Sur Coastal Trail das Angebot für Wanderer. Der rund 20 Kilometer lange Weg verbindet Klassiker wie die Bixby Creek Bridge und die McWay Falls mit ruhigen Küstenabschnitten. Als Unterkunft bieten sich Unterstände auf den Campingplätzen des Pfeiffer Big Sur State Park oder die luxuriösen Zelt-Suiten im Ventana Big Sur an. Eine Tour lässt sich perfekt mit einem Stopp im malerischen Carmel-by-the-Sea verbinden.

Auch die Region um Asheville in North Carolina gehört 2027 auf den Reiseplan. Die Blue Ridge Mountains bieten besonders im Herbst ein berauschendes Farbenspiel der Wälder. Das berühmte Anwesen Biltmore Estate erweitert sein Angebot um ein neues Besucherzentrum auf dem hofeigenen Weingut. Asheville selbst punktet mit Craft-Beer-Brauereien und einer aktiven Kunstszene, während das Hotel Indigo Asheville den perfekten Ausgangspunkt für Fahrten auf dem Blue Ridge Parkway bildet. Wer 2027 in die USA reist, wählt neben den bekannten Metropolen zunehmend diese vielversprechenden Regionen jenseits der Wolkenkratzer.

Hotelbericht · Malaysia

Die Top 10 Hotels in Malaysia: Von Kuala Lumpur bis Penang

🗓 9. September 2026
25 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotelberichte

Malaysia ist ein Land, in dem Luxus unaufdringlich auftritt. Die Gastfreundschaft basiert auf einer feinen Verbindung aus malaiischer Herzlichkeit, chinesischer Handwerkskunst und kolonialer Tradition. Wer das Land bereist, entdeckt Hotels, die mit Charakter und Substanz überzeugen. Diese Auslese führt von den Wolkenkratzern Kuala Lumpurs über die Dschungelresorts Langkawis bis hin zu historischen Boutique-Häusern auf Penang.

Die folgende Auswahl basiert auf persönlichen Besuchen, Auswertungen zahlreicher Gästeberichte und dem Vergleich von Preis-Leistungs-Verhältnis, Lage und Servicequalität. Preise sind Richtwerte pro Nacht in Euro und variieren je nach Saison.

1. The Ritz-Carlton Kuala Lumpur

The Ritz-Carlton Kuala Lumpur liegt im Golden Triangle, dem Herzstück der Innenstadt, nur wenige Gehminuten von den Petronas Twin Towers entfernt. Das Gebäude ist ein schmaler Turm, der weniger durch äußere Effekte als durch seine stilvolle Inneneinrichtung besticht. Die Lobby empfängt Gäste mit dunklem Marmor, warmem Holz und prachtvollen Blumenarrangements. Das aufmerksame Personal spricht durchweg mehrere Sprachen.

Die Deluxe-Zimmer beginnen bei 40 Quadratmetern und sind in einem klassischen Stil gehalten, der dezent asiatische Elemente aufgreift. Die Badezimmer sind mit Marmor verkleidet und bieten separate Badewanne und Regendusche. Die Club-Zimmer im oberen Drittel gewähren Zugang zur Club Lounge, die über den Tag verteilt feine Speisen serviert und einen ruhigen Rückzugsort bildet. Preis: ab 280 Euro pro Nacht, Club-Level ab 380 Euro.

Das kantonesische Feinschmecker-Restaurant Li Yen ist für seine Dim Sum und Pekingente bekannt und wird im Michelin-Guide geführt. The Cobalt Room serviert internationale Küche mit lokaler Note. Wer abends einen Cocktail sucht, schätzt die ruhige Eleganz der Hotelbar. Die Bedienung arbeitet präzise und diskret.

2. The Campbell House Penang

The Campbell House in George Town auf Penang setzt auf intimen Charme. Das Boutique-Hotel verfügt über elf Zimmer in einem restaurierten chinesischen Geschäftshaus aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Architekten haben historische Porzellanfliesen, Innenhöfe und Holzvertäfelungen bewahrt und mit moderner Klimatechnik sowie hochwertigen Bädern ergänzt.

Jedes Zimmer besitzt ein eigenes Design mit einer Mischung aus Antiquitäten und maßgefertigten Betten. Das Zimmer Blossom misst 25 Quadratmeter und bietet idealen Komfort für Paare. Mehr Raum bietet Silver Leaf mit 31 Quadratmetern. Preis: ab 130 Euro pro Nacht, Silver Leaf ab 170 Euro.

Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant Il Bacaro, eine venezianische Trattoria, die im Michelin-Guide erwähnt wird und zu den besten Adressen George Towns zählt. Dank der zentralen Lage erreichen Gäste den Tempel Khoo Kongsi in fünf Minuten und die Esplanade-Uferpromenade in zehn Minuten zu Fuß.

3. Mandarin Oriental Kuala Lumpur

Das Mandarin Oriental schmiegt sich direkt zwischen die Petronas Twin Towers und den grünen KLCC Park. Seine elegante Glasfassade spiegelt die Skyline der Hauptstadt wider. Die großzügige Lobby besticht durch ihr lichtdurchflutetes, zeitgemäßes Design.

Die Zimmer bieten durch bodentiefe Fenster fantastische Aussichten auf die Twin Towers oder den Park. Die Mandarin Rooms messen 48 Quadratmeter und verfügen über einen separaten Arbeitsbereich. Die Club-Zimmer gewähren Zutritt zur Lounge im 24. Stockwerk mit Weitblick über die Stadt. Preis: ab 240 Euro, Club ab 340 Euro.

Kulinarisch überzeugt das Haus mit dem Mandarin Grill sowie dem Wasabi Bistro für feine japanische Küche. Der Außenpool zählt zu den längsten Becken der Stadt und liegt direkt unterhalb der Petronas Towers.

4. Shangri-La Kuala Lumpur

Das Shangri-La Kuala Lumpur liegt etwa zehn Gehminuten vom Golden Triangle entfernt und ist von tropischen Gärten umgeben. Der Turm wirkt durch die grüne Oase im Außenbereich sehr einladend. Die Lobby überzeugt mit warmen Farbtönen, kunstvollen Skulpturen und einem großen Wasserbecken.

Die Zimmer sind geräumig und in einem klassisch-asiatischen Stil eingerichtet. Horizon Club Zimmer bieten Zugang zur Lounge mit ganztägiger Verpflegung. Die Suiten im oberen Stockwerk verfügen über getrennte Wohn- und Schlafbereiche sowie großzügige Balkone. Preis: ab 200 Euro, Horizon Club ab 280 Euro, Suite ab 450 Euro.

Das Buffetrestaurant Lemon Garden vereint malaiische, chinesische und indische Live-Kochstationen. Das Shang Palace ist für exzellente kantonesische Spezialitäten bekannt und wird ebenfalls im Michelin-Guide gelistet.

5. Four Seasons Kuala Lumpur

Das Four Seasons an der Jalan Ampang steht direkt neben den Petronas Twin Towers. Der 65-stöckige Wolkenkratzer bietet die höchstgelegenen Hotelzimmer der Stadt. Die Architektur ist modern mit klaren Linien, Marmor und poliertem Holz.

Die Zimmer beginnen bei großzügigen 54 Quadratmetern. Jedes Zimmer bietet eine Nespresso-Maschine, Smart-TV und ein geräumiges Marmorbad. Die Executive-Zimmer in den oberen Etagen inkludieren den Zutritt zur Club Lounge. Preis: ab 320 Euro, Executive ab 420 Euro.

Neben dem kantonesischen Spitzenrestaurant Yun House beherbergt das Hotel die Bar Trigona, die regelmäßig unter den 50 besten Bars Asiens gelistet wird und mit Cocktails aus heimischen Kräutern wie Kesum und Pandan begeistert.

6. The Datai Langkawi

The Datai Langkawi liegt an der Nordwestküste der Insel Langkawi, eingebettet in einen Millionen Jahre alten Regenwald an der Andamanensee. Das von Architekt Kerry Hill entworfene Resort fügt sich nahtlos in die Natur ein, sodass die Holzpavillons harmonisch zwischen den Bäumen stehen.

Die Unterkünfte teilen sich in Canopy-Zimmer im Hauptgebäude, Rainforest Villas mitten im Grün und großzügige Datai Villas auf. Die Rainforest Villas bieten 123 Quadratmeter Wohnfläche und teils eigene Pools. Das Spa liegt versteckt in einem Flusstal und ist über Holzstege erreichbar. Preis: ab 380 Euro, Villa ab 550 Euro, Villa mit Pool ab 750 Euro.

Im Restaurant The Dining Room genießen Gäste feine malaiische und westliche Gerichte, während das Gulai House im Regenwald traditionelle malaiisch-indische Küche serviert. Der Privatstrand zählt zu den schönsten Buchten der Insel.

7. Pangkor Laut Resort

Pangkor Laut ist eine private Trauminsel vor der Westküste Malaysias. Das Resort liegt inmitten eines dichten Urwalds mit drei privaten Sandbuchten. Die Überfahrt mit dem Schnellboot vom Festlandshafen Lumut dauert etwa dreißig Minuten.

Gäste wählen zwischen Sea Villas auf Stelzen über dem Wasser und Garden Villas im Grün. Die Sea Villas messen 55 Quadratmeter und bieten eine Veranda mit Blick auf die Straße von Malakka. Die Spa Villas liegen in einem eigenen Ruhebereich. Preis: ab 300 Euro, Sea Villa ab 380 Euro, Spa Villa ab 550 Euro.

Das prämierte Spa Village bietet traditionelle malaiische, chinesische und ayurvedische Behandlungen. Mehrere Restaurants wie das Fisherman's Cove servieren fangfrischen Fisch direkt am Meer.

8. Gaya Island Resort

Das Gaya Island Resort liegt im Tunku Abdul Rahman Marine Park vor der Küste Sabahs auf Borneo. Die Insel ist nur per Boot von Kota Kinabalu erreichbar. Bei der Erbauung der Villen am Hang wurde der geschützte Regenwald- und Mangrovenbestand vollständig gewahrt.

Die Kinabalu Villas bieten auf 65 Quadratmetern einen weiten Blick über das Meer bis zum Mount Kinabalu. Für Familien stehen Canopy Villas mit zwei Schlafzimmern und Pool bereit. Preis: ab 280 Euro, Kinabalu Villa ab 350 Euro, Canopy Villa ab 550 Euro.

Ein eigenes Meeresforschungszentrum engagiert sich für den Schutz von Meeresschildkröten und den Wiederaufbau von Korallenriffen. Gäste können an begleiteten Natur- und Tauchausflügen teilnehmen.

9. The Majestic Malacca

The Majestic Malacca residiert in einem kolonialen Herrenhaus aus dem Jahr 1929 am Flussufer der UNESCO-Weltkulturerbestadt Malakka. Nach einer aufwendigen Restaurierung verbindet das Haus historische Architektur mit modernem Komfort.

Die Zimmer im klassisch-kolonialen Stil verfügen über edle Hartholzböden, geschnitzte Möbel und elegante Bäder. Das Spa setzt auf traditionelle malaiische Heilkunst. Preis: ab 120 Euro, Suite ab 180 Euro.

Das Restaurant The Mansion ist auf Kristang-Küche spezialisiert, eine einzigartige Fusion aus portugiesischen und malaiischen Kochtraditionen. Die Altstadt mit der berühmten Jonker Street liegt nur einen kurzen Spaziergang entfernt.

10. Eastern and Oriental Hotel Penang

Das 1885 von den Sarkies-Brüdern gegründete Eastern and Oriental Hotel (E&O) in George Town ist eine Legende der malaiischen Hotellerie. Es liegt direkt an der Uferpromenade und versprüht den zeitlosen Charme der Kolonialära.

Die Suiten bieten hohe Decken, Deckenventilatoren, dunkle Holzmöbel und weite Blicke auf die Straße von Malakka. In den Victory Annexe Suiten genießen Gäste zudem einen personalisierten Butler-Service. Preis: ab 150 Euro, Suite ab 250 Euro.

Das Restaurant 1885 serviert klassische Nachmittagstees und feine Menüs. Die historische Farquhar Bar lädt zu Kaltgetränken in traditioneller Kulisse ein. Die Altstadt von George Town ist mühelos zu Fuß erreichbar.

Fazit

Malaysias Hotellerie besticht durch beeindruckende Vielfalt. In Kuala Lumpur stehen moderne Eleganz und perfekter Service im Fokus. Penang begeistert Kulturliebhaber mit kolonialen Ikonen und erstklassigen Boutique-Hotels. Wer Entspannung sucht, findet in Langkawi, Pangkor Laut und Sabah exklusive Natur-Resorts von Weltrang.

Reisetagebuch · USA

Zwei Parks, zwei Nächte: Ein Wochenende bei Universal Orlando

🗓 11. September 2026
12 Min. Lesezeit
Von Jan Chew
📂 Fernreisen

Dieser Aufenthalt war ein hosted stay. Loews Sapphire Falls Resort hat uns für zwei Nächte eingeladen. Unsere Eindrücke zu den Parks sind wie immer unsere eigenen.

Man merkt an der Fußmatte vor dem Hoteleingang schon, wo man ist, bevor man überhaupt das Foyer betritt. Karibisch-blau, groß genug, um darauf stehen zu bleiben, und drinnen wartet schon der nächste Parktag. Zwei Tage, zwei Parks, zwei Nächte im Sapphire Falls Resort. Genug Zeit für einen guten Überblick, zu wenig Zeit für alles, was Universal Orlando eigentlich zu bieten hat.

Fußmatte vor dem Eingang des Loews Sapphire Falls Resort

Fußmatte vor dem Hoteleingang des Loews Sapphire Falls Resort

Tag eins: Islands of Adventure

Der Vorteil, wenn man im Sapphire Falls wohnt: Early Park Admission. Eine Stunde vor offiziellem Öffnen ist man schon drin, während draußen vor dem Haupteingang noch die Schlange wartet. Genutzt haben wir das für den VelociCoaster in Jurassic Park, die schnellste und, wenn man mich fragt, beste Achterbahn auf dem Gelände. Der Launch presst einen in den Sitz, kurz darauf ein neunzig Grad Abfall, und man ist noch nicht ganz fertig mit Verarbeiten, wenn schon der nächste Hügel kommt.

Danach ging es rüber in den Wizarding World Teil des Parks, nach Hogsmeade. Hagrid's Magical Creatures Motorbike Adventure ist mittlerweile eine der am längsten gefragten Fahrten im ganzen Resort, und das aus gutem Grund. Keine Loopings, kein Kopfüber, dafür ein Storycoaster mit echtem Tempo und ein paar Überraschungen, die ich hier nicht verraten möchte. Wer die Wartezeit umgehen will, sollte tatsächlich früh dran sein, denn nach elf Uhr steigen die Zeiten schnell auf über neunzig Minuten.

Der Rest des Tages verteilte sich auf Skull Island: Reign of Kong, eine Runde durch Toon Lagoon (nasser, als man denkt) und einen ruhigen Ausklang in Seuss Landing, das mit seinen krummen Farben und dem One Fish, Two Fish Ride fast wie eine Verschnaufpause zwischen den großen Fahrten wirkt. Zwischendurch Mittagessen bei Mythos, dem Sit-down-Restaurant mit Blick auf den See, das regelmäßig zu den besten Themenpark-Restaurants der USA gezählt wird. Das Risotto war es wert, den Tisch vorher zu reservieren.

Zurück im Sapphire Falls

Nach einem Tag auf den Beinen ist der Rückweg ins Hotel fast so schön wie der Park selbst. Der Wassertaxi-Service verbindet Sapphire Falls kostenlos mit CityWalk und beiden Parks, alternativ gibt es einen Shuttlebus. Wir sind zu Fuß gegangen, etwa zwanzig Minuten am Wasser entlang, was nach einem Tag in der Sonne genau richtig war, um wieder runterzukommen.

Lobby des Loews Sapphire Falls Resort mit Holzbalkendecke

Die Lobby des Sapphire Falls: karibisch, ohne kitschig zu sein

Die Lobby des Sapphire Falls ist eines dieser Universal-Hotel-Details, die leicht unterschätzt werden. Hohe Holzbalken, dunkles Holz, große Fensterfronten zum Wasser hin, und trotzdem kein Hotel, das sich zu wichtig nimmt. Karibisch, aber ohne den Kitsch, den man bei dem Thema erwarten könnte.

Doppelzimmer im Loews Sapphire Falls Resort Käse- und Obstplatte bei Ankunft im Zimmer

Das Zimmer selbst ist unaufgeregt und funktional, mit den typischen zwei Doppelbetten, blauen Akzenten und genug Platz für Koffer für eine längere Reise. Kein Zimmer, das für sich allein einen Artikel rechtfertigen würde, aber genau richtig für zwei Nächte zwischen zwei vollen Parktagen. Zur Ankunft stand eine kleine Käse- und Obstplatte im Zimmer, dazu eine Reihe Fiji-Wasser, ein netter Empfang nach einem langen Flug- und Ankunftstag. Kein Muss, aber die Art Detail, an die man sich hinterher erinnert.

Tag zwei: Universal Studios Florida

Der zweite Tag ging es in den Nachbarpark. Wer beide Parks an zwei Tagen schaffen will, sollte wissen, dass der Hogwarts Express beide Bereiche der Wizarding World verbindet, Hogsmeade in Islands of Adventure und Diagon Alley in Universal Studios Florida, vorausgesetzt man hat ein Park-to-Park-Ticket. Die Fahrt allein ist fast schon eine eigene Attraktion, mit Dementoren-Schatten, die am Fenster vorbeiziehen.

In Diagon Alley angekommen, war Escape from Gringotts der klare Favorit, ein Dark Ride mit mehr Tempo, als man von der Warteschlange erwarten würde. Danach ging es weiter zu Revenge of the Mummy, immer noch einer der besseren Indoor-Coaster im Resort, und zu Race Through New York Starring Jimmy Fallon, eine gute Wahl für alle, die zwischen den intensiveren Fahrten eine kurze Pause brauchen.

Unsere Lieblingsattraktion im ganzen Park bleibt trotzdem eine der älteren: E.T. Adventure. Nicht wegen des Tempos, das ist überschaubar, sondern wegen des Geruchs. Schon in der Warteschlange liegt dieser harzige, leicht süßliche Waldduft in der Luft, der einen sofort in die Geschichte zieht, noch bevor man in der Fahrrad-Gondel sitzt und über die Baumwipfel Richtung E.T.s Heimatplanet fliegt. Ein kleines Detail, das den Unterschied macht zwischen einer netten und einer Fahrt, an die man sich Jahre später noch erinnert. Wer die aktuellen Öffnungszeiten und alle Attraktionen im Blick haben will, findet sie auf der offiziellen Seite von Universal Orlando.

Minion Land war die Überraschung des Tages. Villain-Con Minion Blast lässt einen auf einem Laufband stehend mit einem Laserblaster durch die Szenerie gleiten, albern, bunt und genau richtig, um den Nachmittag etwas leichter werden zu lassen. Auf dem Weg dorthin fiel der Blick auf die Baustelle, an der aktuell eine neue Achterbahn entsteht, dort, wo früher der Hollywood Rip Ride Rockit stand. Fast & Furious: Hollywood Drift soll 2027 eröffnen, aktuell sieht man nur Stahlträger und Baukräne, aber genug, um neugierig zu werden, was da noch kommt.

Den Abend haben wir bei Finnegan's Bar & Grill in der Universal Studios Florida ausklingen lassen, mit Blick auf den See und die letzten Parkgäste, die sich langsam Richtung CityWalk verteilten.

Blick aus dem Zimmerfenster auf die Lagune des Sapphire Falls Resort

Letzter Morgen vor dem Checkout: Blick auf die Lagune

Am letzten Morgen, kurz vor dem Checkout, noch ein Blick aus dem Fenster auf die Lagune zwischen den Resorts. Zwei Tage sind knapp für zwei Parks dieser Größe, aber genug, um zu verstehen, warum Universal Orlando mittlerweile so viele Wiederholungsgäste hat. Die nächste Reise ist eigentlich schon in Planung, dann mit ein paar Tagen mehr Zeit.

Praktisch

Übernachtung: Loews Sapphire Falls Resort, Preferred-Hotelkategorie mit Early Park Admission (eine Stunde vor offiziellem Öffnen), kostenlosem Wassertaxi und Shuttle zu CityWalk sowie beiden Parks. Kein inkludierter Universal Express Pass, der bleibt den drei Premier-Hotels vorbehalten.

Tickets: Für Tage wie diesen lohnt sich ein Park-to-Park-Ticket, sonst ist der Hogwarts Express zwischen den Parks nicht nutzbar.

Essen: Mythos in Islands of Adventure vorab reservieren, Finnegan's in Universal Studios Florida eignet sich gut für einen entspannten Abschluss.

Technologie · Test

Sterne im Gepäck: Das DWARF Mini Smart-Teleskop im Test

🗓 14. September 2026
9 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Technologie

840 Gramm. So viel wiegt das DWARF Mini von DWARFLAB, aktuell das kleinste Smart-Teleskop auf dem Markt, und genau das macht es so besonders. Es passt in eine große Jackentasche, wiegt kaum mehr als eine Trinkflasche und packt trotzdem Motorsteuerung, Kamera-Sensor und Akku in ein einziges, durchdacht gebautes Gehäuse. Für unseren Test haben wir das Gerät auf eine mehrtägige Wandertour mitgenommen, bei der wir ohnehin abends am Lagerfeuer sitzen und den Himmel im Blick haben wollten. Schon beim Auspacken wird klar, wie viel Miniaturisierung hier gelungen ist.

DWARF Mini Smart-Teleskop auf einem Stativ bei Sonnenuntergang, im Hintergrund ein Lagerfeuer am See

Aufbau am zweiten Abend: das DWARF Mini auf einem gewöhnlichen Fotostativ, bereit für die erste Beobachtung des Abends

Der Aufbau geht wirklich schnell. Gerät einschalten, mit dem eigenen Fotostativ verschrauben, Smartphone per Bluetooth koppeln und die DWARFLAB-App öffnen, fertig. Bei uns brauchte die erste Kopplung zwei Versuche, was angesichts der sonst reibungslosen Bedienung kaum ins Gewicht fällt. Ist die Verbindung erst einmal da, läuft alles Weitere angenehm automatisch: Das Teleskop fährt kurz zum mechanischen Nullpunkt, kalibriert sich selbstständig anhand des Sternenhimmels und beginnt danach, das gewählte Ziel eigenständig zu verfolgen. Für ein Einsteigergerät ist das ein richtig durchdachter Ablauf, bei dem man selbst nach ein paar Bier am Lagerfeuer nichts falsch machen kann.

Technisch steckt in dem kleinen Gehäuse ein 150-mm-Teleobjektiv mit Blende f/5 und 30 mm Öffnung, gepaart mit einem Sony-IMX662-Sensor, der in Full HD aufzeichnet. Dazu kommt eine zweite Weitwinkellinse für Himmelsübersichten und Milchstraßenaufnahmen, praktisch ein zweites Teleskop im selben Gehäuse. Der fest verbaute Akku mit 7.000 mAh reicht für gut vier Stunden Beobachtung am Stück, und per USB-C lässt sich das Gerät während der Aufnahme weiterladen, ein echter Pluspunkt auf einer mehrtägigen Tour ohne Steckdose in der Nähe. Dazu liegen ein Breitband-Astrofilter gegen Lichtverschmutzung, ein Dual-Narrowband-Filter für Nebel und ein Sonnenfilter bei, mehr Zubehör, als man bei diesem Preis erwarten würde.

Am spannendsten war für uns der Praxistest an einem wirklich dunklen Standort, fernab jeder Stadt. Wir haben die Andromeda-Galaxie ausgesucht, die App fand sie über die integrierte Himmelskarte sofort, und nach dem Fokussieren startete automatisch das Live-Stacking, bei dem viele kurze Aufnahmen übereinandergelegt werden, um Details sichtbar zu machen. Schon nach wenigen Minuten zeichnete sich auf dem Handydisplay der helle Kern der Galaxie ab, und nach rund zwanzig Minuten stand ein Bild, das uns wirklich überrascht hat.

Mit dem DWARF Mini aufgenommene Andromeda-Galaxie mit sichtbaren Staubbändern und Begleitgalaxien

Ergebnis nach rund zwanzig Minuten Live-Stacking: die Andromeda-Galaxie, aufgenommen mit dem DWARF Mini an einem dunklen Standort ohne Lichtverschmutzung

Für ein Gerät dieser Größe und dieses Preises ist das ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Die Staubbänder und der helle Kern der Galaxie sind klar erkennbar, etwas, das wir von einem Teleskop, das in eine Jackentasche passt, ehrlich gesagt nicht erwartet hatten. Am Mond und an der Sonne zeigt sich das Gerät sogar noch stärker, hier liefert die Optik sehr scharfe, kontrastreiche Aufnahmen. Bei Planeten wie Jupiter und Saturn merkt man dagegen die Grenze der kurzen Brennweite, hier bleibt es bei kleinen, wenn auch klar erkennbaren Punkten mit angedeutetem Saturnring. Wer gezielt Planeten fotografieren will, greift besser zu einem größeren Rohr, für Galaxien, Nebel und den Mond ist das DWARF Mini dagegen bemerkenswert stark. Auch die App hat uns über die Testtage hinweg zunehmend überzeugt, kleine Navigationsschwächen beim schnellen Objektwechsel gab es, sie fielen aber im Alltag kaum ins Gewicht.

Fazit: Das DWARF Mini kostet rund 420 Euro und liefert dafür erstaunlich viel Teleskop. Es ist kein Ersatz für eine große Astro-Ausrüstung, aber ein richtig guter Reisebegleiter für alle, die auch unterwegs mal den Sternenhimmel einfangen möchten, ohne einen Koffer voller Technik zu schleppen. Wer eigenes Stativ mitbringt, bekommt ein Gerät, das leicht ist, schnell einsatzbereit und Ergebnisse liefert, die man einem so kompakten Teleskop kaum zutraut. Für uns eines der überzeugendsten Reisegadgets, die wir in diesem Jahr getestet haben.

Reisezeit · Europa

Herbstzeit in Europa: Die besten Spots für ein Indian-Summer-Gefühl

🗓 15. September 2026
6 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Destinationen

Der Indian Summer gehört eigentlich nach Nordamerika. Wenn in Neuengland die Ahornwälder rot leuchten und nach den ersten kühlen Nächten ein warmer, goldener Spätherbst folgt, sprechen Amerikaner von genau diesem Wetterfenster. Bei uns heißt das Ganze Altweibersommer: eine trockene, milde Phase meist zwischen Ende September und Mitte Oktober, oft mit den berühmten Spinnwebenfäden, die morgens in der Luft hängen. Man muss dafür nicht über den Atlantik fliegen. Europa hat genug Orte, an denen sich der Herbst anfühlt wie ein verlängerter Sommer, nur mit besseren Farben.

Die Jahreszeit hat handfeste Vorteile. Die Touristenmassen sind abgereist, Hotels kosten weniger, das Licht ist weicher, und die Temperaturen liegen oft noch zwischen 15 und 20 Grad. Diese sieben Ziele gehören zu unseren Favoriten für ein echtes Indian-Summer-Gefühl.

Südtirol und die Dolomiten. Kaum eine Region in Europa färbt sich so spektakulär wie das Grödner Tal und die Seiser Alm. Die Lärchen, die dort ganze Berghänge bedecken, wechseln in der Regel zwischen Anfang und Ende Oktober von Grün in ein leuchtendes Gold. Zusammen mit den hellen Kalkfelsen und dem tiefblauen Herbsthimmel entsteht ein Farbkontrast, den es so in kaum einem anderen Gebirge Europas gibt. Wichtig zu wissen: In den höheren Lagen beginnt die Färbung früher, schon Ende September. Wer sicher gehen will, plant Mitte Oktober und bleibt bei der Anreise flexibel.

Goldgelbe Lärchen auf der Seiser Alm im Herbst

Lärchengold auf der Seiser Alm: Die Färbung erreicht ihr Maximum meist in der zweiten Oktoberhälfte

Eibsee und das Zugspitzland. Auf der deutschen Seite der Alpen liegt mit dem Eibsee einer der klarsichtigsten Seen des Landes. Das türkisgrüne Wasser vor dem Panorama von Zugspitze und Waxenstein ist im Sommer schön, im Herbst aber unwiderstehlich, wenn sich der Uferwald rot und golden färbt. Die beste Zeit ist Anfang bis Mitte Oktober. Wer früh morgens kommt, bekommt Nebelschwaden über dem Wasser, eines der bekanntesten Fotomotive Bayerns. Der Rundweg um den See dauert rund drei Stunden und ist ohne besondere Kondition zu schaffen.

Der Eibsee im Herbst mit Blick auf den Waxenstein

Der Eibsee im Herbst: Der Blick Richtung Waxenstein im Wettersteingebirge

Schottische Highlands. Wer kein buntes Laub sucht, sondern weite, golden glühende Landschaften, wird nördlich von Glasgow fündig. Das Bracken-Farn, das ganze Hügelzüge bedeckt, färbt sich ab Ende September karamellbraun bis goldorange, und die ersten Nachtfröste legen morgens Nebel in die Täler von Glen Coe und Rannoch Moor. Das Wetter bleibt wechselhaft, aber genau das macht das Licht. Ein Mieterwagen ist Pflicht, die Entfernungen sind groß, und die schönsten Motive liegen abseits der Fernstraßen.

Bled und die Julischen Alpen. Slowenien ist im Oktober so ruhig, wie man es sich wünscht. Der Bleder See liegt unter der Burg, die Inselkirche spiegelt sich im Wasser, und die Uferbäume leuchten in Rot und Gold. Von der Burgterrasse aus sieht man das gesamte Farbspiel von oben. Ein Ausflug in die Vintgar-Schlucht, eine halbe Stunde entfernt, lohnt sich im Herbst doppelt, weil das Wasser nach dem Sommer klarer ist. Die Temperaturen erlauben noch lange Spaziergänge, und die Hotels am See kosten einen Bruchteil der Sommerpreise.

Der Bleder See im Herbst, Blick von der Ojstrica

Bled im Herbst: Der See mit der Inselkirche, gesehen vom Aussichtspunkt Ojstrica

Plitvicer Seen in Kroatien. Die berühmtesten Wasserfälle Kroatiens liegen im Herbst in einem Rahmen aus Kastanien, Buchen und Ahorn. Die schmalen Holzstege führen über türkisfarbene Seen, die jetzt von bunten Wäldern umrahmt sind. Zwei Dinge sind zu wissen: Der Park arbeitet mit Zeitfenstern für den Eintritt, Tickets müssen vorab online gebucht werden. Und im Oktober ist der Andrang deutlich geringer als im Juli und August. Wer vor neun Uhr da ist, erlebt die oberen Seen fast allein.

Das Loire-Tal. Die Schlösser an der Loire, von Chenonceau über Amboise bis Chambord, stehen im Herbst zwischen goldgelben Pappeln und Weinfeldern, in denen gerade die Lese läuft. Radtouren entlang des Flusses sind die klassische Art, die Region zu erleben, und im Oktober ist das Klima dafür noch angenehm. Mildes Licht, morgendlicher Flussnebel und spätsommerliche Temperaturen erinnern tatsächlich an Neuengland, nur mit französischen Schlössern statt Holzhäusern.

Die Toskana. Das klassische Postkartenbild der Region, sanfte Hügel mit Zypressen und Landstraßen, zeigt sich im Spätherbst von seiner kühlen, nebelverhangenen Seite. Ende Oktober und Anfang November ziehen Dunstschleier durch die Täler, die Sonne steht tief, und das Licht wird weich und golden. Nebensaison bedeutet hier auch: In den küstennahen Orten schließen manche Häuser für den Winter, im Landesinneren läuft die Olivenernte. Für Fotografen sind die Morgenstunden zwischen Ende Oktober und Mitte November die lohnendsten des ganzen Jahres.

Ein paar Dinge gelten überall. Das Herbstwetter ist ein Angebot, kein Versprechen: Ein Altweibersommer tritt nicht jedes Jahr ein und hält nicht unbegrenzt an, also die Anreise kurzfristig halten, wo es geht. In ländlichen Regionen schließen Hütten und Seilbahnen ihre Tore meist zwischen Mitte und Ende Oktober, also die Öffnungszeiten vorher prüfen. Und nach dem Zwiebelprinzip kleiden: morgens Jacke, mittags T-Shirt.

Fazit: Wer den Sommer vermisst, sollte im Oktober verreisen. Die Farben sind besser, die Preise niedriger, und die Tage sind lang genug für alles, was man im Sommer auch getan hätte. Ob Lärchengold in Südtirol oder Bracken in Schottland, das Indian-Summer-Gefühl ist näher, als man denkt.

Hotelbericht · Paris

Boutique-Hotels in Paris: Die besten Adressen zwischen Marais und Saint-Germain

🗓 17. September 2026
6 Min. Lesezeit
Von Travel Weekly Germany
📂 Hotels

In Paris ist Boutique-Hotel kein Marketingbegriff, sondern eine klare Ansage: wenige Zimmer, ein Haus mit Charakter und eine Einrichtung, die man nicht in zehn anderen Städten wiederfindet. Die Stadt hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Serie von Neueröffnungen gesehen. 2024 allein kamen mit Le Grand Mazarin, Hôtel Dame des Arts und Château des Fleurs gleich mehrere Häuser hinzu, die das Segment neu sortiert haben. Dazu kommen die etablierten Adressen, die den Begriff geprägt haben. Wir haben uns die aktuelle Lage angesehen, von der Place des Vosges bis zur Rue Cadet.

Bevor es um die einzelnen Häuser geht, ein Wort zur Lage. Paris ist eine Stadt, in der das Arrondissement mehr über den Charakter des Aufenthalts entscheidet als das Hotel selbst. Das Marais ist kompakt und abends laut, Saint-Germain ist bürgerlich und teuer, die Grands Boulevards liegen zwischen beiden Welten und haben sich in den letzten Jahren vom Durchgangsort zum Ausgehviertel entwickelt. Wer nachts ruhig schlafen will, wählt eine Nebenstraße, wer leben will, eine Boulevardecke. Die folgenden Häuser decken beide Geschmacksrichtungen ab.

Im Marais ist die Auswahl am größten. Das Le Grand Mazarin hat 2024 direkt im Herzen des Viertels eröffnet und bringt etwas mit, das selbst in Paris selten ist: einen kleinen Innenpool unter historischen Gewölben. Das Restaurant Boubalé mit israelischer Küche gehört inzwischen zu den gefragten Tischen des Viertels, die Cocktailbar ist auch von der Straße aus zugänglich. Zwei Straßenzüge weiter steht mit dem Hôtel du Petit Moulin ein Oldie aus dem Jahr 2005: 17 Zimmer in der ältesten Bäckerei von Paris, die Innenräume wurden vom Modeschöpfer Christian Lacroix gestaltet. Wer klassischer wohnen will, ist im Le Pavillon de la Reine richtig, einem Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert an der Place des Vosges, dessen Gartenhof zu den ruhigsten Ecken des Viertels gehört.

Fassade des Hôtel du Petit Moulin in der Rue de Poitou

Hôtel du Petit Moulin in der Rue de Poitou: Bis 2005 beherbergte das Haus die älteste Bäckerei von Paris

Le Pavillon de la Reine an der Place des Vosges

Le Pavillon de la Reine an der Place des Vosges, eines der wenigen Stadtpalais des 17. Jahrhunderts, das heute ein Hotel ist

Rund um die Grands Boulevards hat sich ein zweites Zentrum gebildet. Das La Fantaisie in der Rue Cadet eröffnete 2023 und hat mit seiner Dachterrasse und dem Blick auf Sacré-Cœur schnell Stammgäste gefunden. Der begrünte Innenhof ist mitten im 9. Arrondissement eine echte Ausnahme. Eine Straße weiter wohnt es sich im Hôtel Providence, 18 Zimmer in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert in der Rue du Faubourg Poissonnière, solide und unprätentiös. Und das Hôtel Grands Boulevards am gleichnamigen Boulevard setzt auf 30 Zimmer und ein Restaurant auf dem Dach.

Auf dem linken Ufer ist das Pavillon Faubourg Saint-Germain die aktuelle Adresse. Das Haus aus dem Jahr 2022 gehört zur gleichen Gruppe wie das Pavillon de la Reine und liegt wenige Minuten von den Gärten des Luxembourg. Im Winter brennt ein Kamin in der Lobby. Die eigentliche Stärke ist die Lage: Saint-Germain, die Buchhandlungen und die Cafés des Viertels sind zu Fuß erreichbar.

Im Quartier Latin hat das Hôtel Dame des Arts 2024 in einem umgebauten ehemaligen Holiday Inn eröffnet. Die Dachbar mit Blick auf den Eiffelturm ist der Grund, warum das Haus besprochen wird. Die Zimmer sind klein, teils um die 15 Quadratmeter, dafür liegt das Haus zentral zwischen Odéon und der Seine. Wer wenig Zeit im Zimmer verbringt, bekommt hier mehr Stadt pro Euro als in den Palaces der Nachbarbezirke.

Wer näher an den Champs-Élysées sein muss, findet im Château des Fleurs eine der ungewöhnlichsten Neueröffnungen der letzten Jahre. 37 Zimmer, gestaltet im Stil alter Pullman-Schlafwagen, geführt von der Familie, die auch das Saint James Paris und das Relais Christine besitzt. Das hoteleigene Restaurant Thiou kocht thailändisch, in dieser Preisklasse eine kleine Sensation.

Preistipp für alle, die lieber in kleines Design als in große Lobby investieren: das Hôtel Henriette im 13. Arrondissement. 32 Zimmer, klare Formen, eine gute Metroanbindung und mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Liste.

Ein paar praktische Hinweise. In Paris ist Direktbuchung fast immer die bessere Wahl: Die Häuser in diesem Segment sind auf den großen Plattformen selten günstiger zu haben, geben Direktbuchern aber oft flexiblere Stornobedingungen. Das Zimmerformat ist realistisch zu sehen: 15 bis 20 Quadratmeter sind im Boutique-Segment normal, alles darüber ist in den Innenbezirken die Ausnahme. Und wer Reisetermine in Paris kennt: Während der Modeschauen und der großen Messen sind die Häuser Wochen im Voraus ausgebucht, und die Preise verdoppeln sich.

Fazit: Boutique bedeutet in Paris keinen Verzicht. Zwischen Marais und Saint-Germain stehen Häuser, die von den Palaces nicht viel lernen müssen, außer vielleicht in der Zimmergröße. Dafür bekommt man etwas, das kein Palace anbieten kann: das Gefühl, in einem echten Pariser Zuhause übernachtet zu haben.