Kuala Lumpur lebt von gegensätzlichen Eindrücken: glänzende Stahlkonstruktionen direkt neben dichter tropischer Bepflanzung. Das Mandarin Oriental liegt direkt zwischen den Petronas Twin Towers und den schattigen Pfaden des KLCC Parks. Schon in der großzügigen Empfangshalle fällt der aufmerksame, unaufgeregte Service auf.
Aus den Fenstern des Club Rooms blickt man fast vertikal an den beleuchteten Fassaden der Petronas Towers empor, was gerade nach Einbruch der Dunkelheit beeindruckt. Im internationalen Vergleich fällt das Preisniveau moderat aus: Standardzimmer sind ab etwa 180 Euro zu haben, Club-Kategorien mit Zugang zur Lounge starten bei ca. 290 Euro.
Die Aufmerksamkeit des Personals zeigt sich im Detail: Als meine Sonnenbrille am Pool leicht beschlug, reichte der Mitarbeiter unaufgefordert ein Reinigungstuch auf einer kleinen Schale. Das hauseigene Restaurant 'Lai Po Heen' überzeugt mit hervorragenden kantonesischen Dim Sum, während man in der 'Lounge on the Park' bei Tee und Gebäck ins Grüne blickt.
Vergleichbare Häuser in der Nähe sind das Four Seasons Kuala Lumpur (ab ca. 220 Euro, mit direktem Zugang zur Luxusmall) sowie das The Ritz-Carlton im lebhaften Ausgehviertel Bukit Bintang (ab ca. 160 Euro). Das Mandarin Oriental besticht jedoch vor allem durch die unmittelbare Nachbarschaft zu den berühmten Zwillingsstürmen.
Lage, Club Lounge und der Blick
Das Mandarin Oriental steht zwischen dem Park und den Petronas Towers. Wer abends am Fenster sitzt, sieht die Türme in Bewegung, die Skybar des Hauses ist eine der höchstgelegenen der Stadt. Die Club Lounge im Obergeschoss serviert Frühstück, Nachmittagstee und Abendtrinks in ruhiger Atmosphäre, der Aufpreis lohnt sich für alle, die einen Arbeitstag in der Stadt verbringen.
Der Pool auf der Gebäudespitze ist ein Zentrum des Hauses. Wer morgens Bahnen zieht, hat den Park im Rücken und die Türme vor sich. Das Fitnessstudio ist professionell ausgestattet, der Spa des Hauses gehört zu den besten der Stadt. Wer nicht sieht, dass die Temperatur in Kuala Lumpur immer schwankt, merkt es spätestens am Pool.
Für wen sich das Haus lohnt
Das Mandarin Oriental ist die klarste Empfehlung für Kuala Lumpur, wenn Lage und Service zusammenpassen sollen. Familien mit kleinen Kindern finden im Concorde Hotel nebenan mehr Freifläche, Businessreisende finden hier alles, was ein Arbeitstag in der Stadt verlangt.
Fazit
Das Mandarin Oriental Kuala Lumpur ist ein Stadthotel, das den Vergleich mit Singapur nicht scheuen muss. Die Kombination aus Park, Türmen und Service bleibt in der Erinnerung.
Ein Hinweis für Selbstfahrer: Der Park neben dem Haus verbindet die Türme mit dem Hotel, und das Haus parkt die Wagen. Wer mit dem Taxi kommt, steigt am Haupteingang aus und läuft über die kühle Passage in die Lobby.
Lage, die den Tagesplan macht
Das Mandarin Oriental steht im Zentrum der Stadt, zwischen dem Park der Petronas-Türme und den Einkaufsgalerien. Die Türme sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, der Park dahinter ist der meistgenutzte Grünstreifen der Stadt, und abends beleuchtet die Brücke die Skyline bis zum Fluss. Für den Tagesplan heißt das: Morgens Türme, mittags die Einkaufszentren mit ihrer kühlen Klimaanlage, nachmittags Park und Teich, abends Rückweg in die eigene Bar. Das Hotel vermittelt Touren in die Altstadt und die Höhlen von Batu, beide sind mit einer halben Fahrstunde erreichbar. Wer Taxifährt, lädt die App der Stadt, denn bezahlt wird digital, und die Fahrt zur Rushhour kostet Nerven mehr als Geld.