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Metropole · Asien

Hong Kong: Zwischen Wolkenkratzern und Tempelrauch

🗓 21. August 2026
⏱ 14 Min. Lesezeit
✍ Von Lena Krieger
📂 Destinationen

Millionen leben auf engstem Raum, und genau das macht Hong Kong so lebendig wie keine andere Metropole der Welt. Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten rasend schnell verändert, aber sie hat dabei nie das verloren, was sie einzigartig macht: dieses Nebeneinander aus glitzernden Hochhäusern und Tempelräucherwerk, aus Dim Sum am Morgen und Rooftop-Bar am Abend.

Der Victoria Peak ist für viele der erste Weg in Hong Kong. Die Aussicht, besonders bei klarem Wetter nach Einbruch der Dunkelheit, gehört zu den eindrucksvollsten Stadtpanoramen der Welt. Was kaum jemand weiß: Ein kleiner Wanderweg führt vom Peak Trail aus zum Lugard Road Lookout, und dort sieht man mehr als auf jedem Touristenfoto.

Kowloon auf der Festlandseite ist das echte Hong Kong, das Reiseführer gern übersehen. Hier liegt der Temple Street Night Market, hier gibt es die besten Wonton-Nudeln der Stadt, und hier kann man stundenlang durch enge Gassen wandern und dabei das Gefühl haben, in eine andere Zeit geraten zu sein.

Die Fähre zwischen Hong Kong Island und Kowloon kostet umgerechnet dreißig Cent und bietet den besten Blick auf die Skyline, den es gibt. Wer einmal bei Nacht auf dem Oberdeck steht und die Lichter der Stadt an sich vorüberziehen sieht, versteht, warum Menschen süchtig werden nach dieser Stadt.

Reisehinweis: Die besten Quartiere für Besucher sind Sheung Wan und Wan Chai auf Hong Kong Island, ruhiger als Central, aber fußläufig zu allem, was zählt.

Top 3 Empfehlungen

Hotels

The Peninsula Hong Kong
Salisbury Road, Kowloon, Hong Kong
Grandhotel seit 1928, Rolls-Royce-Flotte für Flughafentransfers, legendärer Nachmittagstee in der Lobby.

Mandarin Oriental, Hong Kong
5 Connaught Road, Central, Hong Kong
Zentral in Central, exzellentes Spa, eine der besten Hotelbars der Stadt (Captain's Bar).

The Upper House
Pacific Place, 88 Queensway, Admiralty, Hong Kong
Minimalistischer Boutique-Luxus von Andre Fu, ruhige Zimmer mit Hafenblick.

Restaurants

Ho Hung Kee
12/F, Hysan Place, 500 Hennessy Road, Causeway Bay, Hong Kong
Michelin-besterntes Wonton-Nudel-Lokal seit 1946. Inbegriff von Hong Kong-Straßenküche.

Tim Ho Wan
Shop 12A, Hong Kong Station, Central, Hong Kong
Michelin-Sterne-Dim-Sum zum Straßenpreis. Die Plätze sind begehrt, Geduld mitbringen.

Lung King Heen
Four Seasons Hotel, 8 Finance Street, Central, Hong Kong
Zwei Michelin-Sterne, kantonesische Spitzenküche. Die Pekingente muss vorbestellt werden.

MTR, Octopus und die zwei Gesichter der Stadt

Die MTR ist die effizienteste Metro der Welt, und die Octopus Card zahlt nicht nur Fahrten, sondern auch Kaffee und Zeitungen an Kiosken. Wer die Karte am Flughafen kauft, ist für die ganze Reise ausgestattet. Die Züge sind pünktlich, sauber und verbinden Hong Kong Island mit Kowloon in Minuten.

Zwischen den Glasfassaden liegt das andere Hongkong: die Tempel im Sheung Wan, die Gassen mit traditionellen Läden, die Markets in Mong Kok, wo der Blumenduft auf Gewürz und Fisch trifft. Die Star Ferry zwischen Central und Tsim Sha Tsui kostet ein Bruchstück und bleibt die schönste kurze Fahrt der Stadt, mit Skyline-Blick, der sonst teuer bezahlt wird.

Essen: Dim Sum zum Frühstück, die dai pai dong-Stände mit Wok-Gerichten zum Mittag, und die Rooftop-Bars von Central am Abend. Wer die Stadt kennenlernt, isst in allen drei Welten.

Fazit

Hongkong ist die Stadt der Gegensätze, und die MTR verbindet sie alle. Wer zwischen Wolkenkratzern und Tempelrauch wechselt, versteht, warum Reisende an dieser Stadt hängen bleiben.

Wo man wohnt: Island oder Kowloon?

Hongkong Island ist die teurere, ruhigere Seite: Central mit den Bars, Mid-Levels mit den Escalators, Causeway Bay mit den Läden. Kowloon ist lauter, günstiger und hat die Skyline im Blick: Tsim Sha Tsui mit der Promenade ist die richtige Wahl für Erstreisende, weil die postkartentaugliche Aussicht auf die Insel im Zimmerpreis enthalten ist. Wer die MTR nutzt, pendelt zwischen beiden Seiten in Minuten, und die Star Ferry kostet ein Bruchteil der U-Bahn.

Beste Reisezeit und Ausflüge

Der Herbst von Oktober bis Dezember ist die beste Jahreszeit: trocken, warm und mit klarer Sicht, die den Victoria Peak erst zum Erlebnis macht. Der Frühling ist feucht, der Sommer bringt Taifun-Saison, die Flugausfälle und Schulschließungen verursachen kann. Wer im Sommer kommt, plant den Peak-Tag flexibel.

Zum Ausflug: Auf Lantau steht der Große Buddha, erreichbar mit der Seilbahn Ngong Ping, die über das Meer und die Berge fährt. Wer die Seilbahn-Schlangen meidet, nimmt den Bus und wandert die letzte Strecke zu Fuß. Der Ausflug kostet einen halben Tag und ist der einfachste Kontrast zur Stadt.

Zur Frage der Nebelzeit: Die Sicht vom Peak ist im Frühjahr oft dunstig, und die klarsten Tage liegen im Herbst nach den Taifunen. Wer den Aufstieg plant, prüft die Sicht morgens und geht bei Klarheit sofort.

Mit der Octopus durch die Stadt

Die Octopus-Karte gilt in Bahnen, Bussen, an Kiosken und in Bäckereien und war eines der ersten kontaktlosen Zahlungssysteme der Welt. Touristen kaufen sie am Flughafen, laden einen Betrag auf und zahlen die ganze Reise damit. Die Star Ferry zwischen Central und Tsim Sha Tsui kostet wenige Hongkong-Dollar und liefert das klassische Foto des Viktoria-Hafens, am besten vom oberen Deck in Fahrtrichtung Kowloon. Die Peak Tram fährt auf die Victoria Peak, wo die Skyline von oben fotografiert wird; wer das Gedränge meidet, fährt am Vormittag. Und für den Regen: Der Tiger Balm Garden und die Tempel sind überdacht, die Einkaufszentren auch, die Seilbahn bleibt bei Wind still.